UnescoNaumburger Dom zum Welterbe ernannt

Die Sehenswürdigkeit in Sachsen-Anhalt war ebenso erfolgreich wie die Wikingerstätten Haithabu und Danewerk in Schleswig-Holstein.

Die beiden deutschen Kandidaten haben das Unesco-Komitee überzeugt. Am Sonntag erhielt der Naumburger Dom in Sachsen-Anhalt den begehrten Welterbetitel. Die Wikingerstätten Haithabu und Danewerk in Schleswig-Holstein hatten es schon am Samstag in die Liste geschafft. Die zwei Stätten im Überblick.

Der eine oder andere Komparse im Wikinger-Museum Haithabu schwingt zwar ein Schwert, doch eigentlich leistet die Ausstellung "einen wertvollen Beitrag im Kampf gegen das Mittelalter-Klischee", wie SZ-Korrespondent Thomas Hahn schreibt. Keine Hörnerhelme, keine plündernden Seefahrer (der wahre Kern dieses kriegerischen Klischees beschränkt sich auf das achte bis elfte Jahrhundert), dafür ein nachgestelltes Dorfleben mit Wikingern, die eifrig Handel betrieben (hier im Video). Denn darum ging es auch in der Bewerbung von Haithabu auf dem Gebiet der Gemeinde Busdorf in Schleswig-Holstein: Die Wikinger-Siedlung wurde verkehrsgünstig erbaut, was zur damaligen Zeit hieß, dass über Flüsse sowohl die Nordsee als auch die Ostsee zu erreichen war. Das machte aus dem Ort einen zentralen Umschlagplatz für den damaligen Warenhandel aus Europa und Vorderasien - und zu einer reichen Fundstätte für Archäologen, die dort seit mehr als hundert Jahren Zeugnisse der Wikinger-Kultur ans Licht bringen.

Bild: Archiv: picture alliance / dpa 1. Juli 2018, 16:192018-07-01 16:19:03 © SZ.de/kaeb/beu mit Material von dpa/ihe/sks