Skifahren in Österreich Das Skigebiet Stubaier Gletscher

Der Stubaier Gletscher ist das ganze Jahr befahrbar - spätestens im Herbst tummeln sich die Schneegierigen dort.

(Foto: Hatje Cantz Verlag)

Die Schaufelspitze (3333 m) bildet den Mittelpunkt eines kurzweiligen Gletscher-Skikarussells. Sie kann sowohl im als auch gegen den Uhrzeigersinn umrundet werden. Geradezu paradiesisch sind die hindernislosen XXL-Gletscherflächen am Daunferner. Skifahrerischer Höhepunkt ist die zehn Kilometer lange Talabfahrt durch die Wilde Grube.

Von Stefan Herbke

Wolfgang Ambros hat mit seinem Hit "Schifoan" den Bekanntheitsgrad des Stubaitals schon vor Jahren über die österreichischen Grenzen hinaus deutlich gesteigert. Doch die Grundlagen gab es schon früher, das Gelände rund um die Schaufelspitze im Talschluss des Stubaitals ist einfach prädestiniert für Skifahrer und Snowboarder. Vor allem im Spätherbst, wenn der erste Pulverschnee die Gletscher überzuckert, herrscht hier dichtes Gedränge. Breit und sanft gewellt liegen Schaufel-, Daunkogel-, Windach- und Gaiskarferner da, ideale Pistenteppiche zum Carven und Cruisen.

Ein Skitag im Stubai ist perfekt organisiert: Reibungslos funktioniert der Pendelbusverkehr zwischen Parkplatz und Talstation, Lautsprecherdurchsagen informieren über Wartezeiten, die Anstehräume sind optimal organisiert, die Pisten bestens präpariert und markiert und für die Kleinsten üben im Mini- und Kinderland am Gamsgarten ihre ersten Schwünge. Gleich daneben befindet sich auch das BIG Family Kinderrestaurant und der BIG Family Kindergarten.

Und auch die Gastronomie ist perfekt: Herzstück der Berggastronomie Eisgrat ist das Restaurant Schaufelspitz, ein Bedienungsrestaurant mit traditioneller österreichischer Küche. Das Cafe Bar Zum Steinbock sorgt für die urige Einkehr im Skigebiet. Ein Novum stellt die eigene Pastamanufaktur dar: Nach italienischer Tradition werden Penne, Fettuccine und Tagliatelle in der höchsten Pastamanufaktur der Welt aus Hartweizen und Wasser hergestellt.

Das Skigebiet selbst lässt keine Wünsche offen. Vor allem, wenn mit zunehmender Schneemenge alle Abfahrten offen sind. Dann schaufeln 25 Bahnen und Lifte an Spitzentagen bis zu zehntausend Wintersportler auf 3200 Meter Höhe. Oben verteilt sich die Menge überraschend gut auf die 110 Kilometer Abfahrten. Es gibt Platz in Hülle und Fülle und wem die breiten Pisten nicht ausreichen, der findet abseits davon zahlreiche markierte "Runs", steile Rinnen und Hänge, für die man gut auf dem Ski stehen sollte. Doch so abschreckend wie die Namen "Steile Zunge" oder "Eisnase" klingen, sind die Varianten dann doch nicht.

Ein Highlight ist die zehn Kilometer lange Talabfahrt Wilde Grube. Die als Skiroute ausgewiesene und nicht immer präparierte Abfahrt führt abseits des eigentlichen Liftgebietes durch unberührtes, traumhaft alpines Gelände bis zur Talstation. Am Ende des Skitags treffen sich alle zum Après-Ski bei der Talstation. Dicht gedrängt stehen Snowboarder und Skifahrer friedlich vereint um die runde Bar vor der Mutterbergalm, eine bunte, wogende Masse, die hier ihren Skitag zwischen Glühwein, Wodka-Feige und dem "Anton aus Tirol", der mittlerweile Wolfgang Ambros als Ohrwurm abgelöst hat, ausklingen lässt.

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