Rucksackreise durch alle Staaten Die schönsten Orte der Welt

Was ist dort passiert?

Bei der Einreise wurde ich verhaftet, diesmal als Spion. Sie haben mir den Pass abgenommen, mein Hemd ausgezogen, die Brille weggenommen - und mich tagelang in einer Zelle festgehalten. Zu Essen gab es nichts, nur Wasser habe ich bekommen. Furchtbar. Die britische Botschaft hat mich dann zum Glück rausgeholt.

Wie war das als Rucksackreisender in gefährlichen Ländern wie Somalia oder Afghanistan?

Ich habe auf die Nachrichten geachtet und bin nicht in Gebiete gefahren, in denen es Kämpfe gab. In Afghanistan war ich im Norden, dort war es ziemlich ruhig.

Der schönste Ort, an dem Sie waren?

Oh, da gibt es viele. Palau im Pazifik zum Beispiel, eine total unverdorbene, ruhige Inselwelt. In Iran habe ich mich auch besonders wohlgefühlt.

In Iran?

Eines der schönsten Länder der Welt mit extrem freundlichen Menschen. Dort hat mich eine Oma auf der Straße angesprochen und so lange auf mich eingeredet, bis ich mit ihr nach Hause gegangen bin - sie wollte unbedingt für mich kochen, weil ich so hungrig und müde aussah.

Sind Sie jetzt nicht total reisemüde?

Überhaupt nicht. Obwohl ich 1426 Tage gereist bin. Am 1. Januar 2009 ging es in Uruguay los, seitdem bin ich fast ununterbrochen unterwegs. Zweimal musste ich zwischendurch nach England zurück, einmal, als meine Schwester an Krebs gestorben ist, ein anderes Mal, als mein Vater eine schwere Herzoperation hatte. Aber ich habe mich immer auf die Weiterreise gefreut. Und ich war übrigens keinen einzigen Tag in den vier Jahren krank!

Fliegen Sie jetzt nach England zurück?

Auf keinen Fall! Ich reise mit Bussen und Schiffen zurück, über Kenia, Ägypten, Türkei und so weiter.

Bringen Sie viele Souvenirs mit?

Nein. Nur 350 Stunden Filmmaterial. Ich habe überall mit einer Videokamera gedreht, für meine Sendung. Wenn ich zu Hause bin, will ich einen Film daraus machen, vielleicht auch ein Buch schreiben.