Reisebildband:New York in Neonfarben

New York ist die Stadt, die niemals schläft, sang Frank Sinatra. Veränderung ist das Prinzip der Metropole. Was heute noch hier ist, kann morgen schon verschwunden sein. Karla und James Murray fotografieren gegen das Vergessen - und zeigen die Stadt bei Nacht, tief im Inneren der Hochhausschluchten.

Von Felix Reek

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(Foto: James und Karla Murray)

New York ist die Stadt, die niemals schläft, sang Frank Sinatra. Veränderung ist das Prinzip der Metropole. Was heute noch hier ist, kann morgen schon verschwunden sein. Karla und James Murray fotografieren gegen das Vergessen - und zeigen die Stadt bei Nacht, tief im Inneren der Hochhausschluchten. "Store Front" hieß 2008 das Buch, mit dem das Fotografenpaar New York ein ganz persönliches Denkmal setzte. Nicht mit Bildern von Wolkenkratzern oder der Freiheitsstaue, sondern von kleinen Läden an der Ecke, dem italienischen Bäcker oder traditionellen Diner. "New York Nights", der neue Bildband, bleibt diesem Ansatz treu. In Neonfarben zeigt er die Clubs und Bars der Stadt, die das Paar liebgewonnen haben. Wie etwa das "Carnegie Delicatessen Restaurant" in Midtown, 1937 eröffnet, das unter anderem für seinen Käsekuchen berühmt ist.

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(Foto: James und Karla Murray)

"Trash and Vaudeville" gilt als der Laden, der dem Punk den Nietengürtel umschnallte. Die Ramones, Blondie, The Heartbreakers - sie alle kauften hier den Look, der in den 1970ern um die Welt ging. Manager Jimmy Webb (vor der Tür stehend) ist dem Punkrock offensichtlich noch heute treu.

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(Foto: James und Karla Murray)

"The Famous Cozy Soup'n'Burger" ist seit 40 Jahren der Klassiker für New Yorker Nachtschwärmer. Rund um die Uhr gibt es Burger, Baguettes und Zwiebelringe. In die Rangliste der besten Suppenrestaurants der Stadt schaffte es das Diner mit seiner Erbsensuppe. Die "entwickelt Heilkräfte, während man sie isst", so der TV-Sender CBS.

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(Foto: James und Karla Murray)

Das etwa 1,80 Meter große Schwein an der Tür lässt erahnen: In "Rudy's Bar & Grill", mitten in "Hell's Kitchen", gibt es Fleisch, Fleisch und nochmals Fleisch. Hot Dogs sind sogar umsonst. Den New Yorkern ist die altmodische Bar mit Jukebox seit den 1930er Jahren bekannt, im vergangenen Jahrzehnt hat auch die hippe Jugend "Rudy's Bar & Grill" für sich entdeckt.

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(Foto: James und Karla Murray)

Eine Leuchtreklame, größer als das Schaufenster: "Roxy Delicatessen" liegt mitten im Theater District. Dicht drängen sich die Touristen tagsüber im Inneren.

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(Foto: James und Karla Murray)

Klassischer kann man in New York kaum essen: Das "Metro Diner" zelebriert den Stil der 1950er und 1960er Jahre, wurde aber erst 1996 eröffnet. Die Speisekarte ist so, wie man es erwartet. Morgens gibt es Pancakes, abends Burger.

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(Foto: James und Karla Murray)

Die "Lenox Lounge" in Harlem ist immer noch legendär. Dort spielten unter anderem Miles Davis und John Coltrane im "Zebra Room", der so aussieht, wie es der Name verspricht.

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(Foto: James und Karla Murray)

Was dem Deutschen die Currywurstbude, ist dem Amerikaner der Food Stand. Karla und James Murray verewigten "Kero's Halal Food cart" an der First Avenue in East Houston.

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(Foto: James und Karla Murray)

Woody Allen und Ridley Scott aßen hier, Will Smith verdrückte in "Men in Black 2" sein Gebäck am Tresen. Auf dem Foto liegt das Modell des Empire State Building auf der Ecke des Restaurants im Dunkeln, wie eine düstere Ahnung: Im Mai 2010 schloss das "Empire Diner" nach fast 65 Jahren.

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(Foto: James und Karla Murray)

Der leuchtende Hummer auf dem Dach war 25 Jahre lang das Wahrzeichen des "City Island Lobster House". Hurrikan Sandy setzte ihm arg zu und er musste vorläufig außer Betrieb genommen werden.

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(Foto: James und Karla Murray)

Mitten in Greenwich Village, spielten auf der Bühne des "Cafe Wha?" unter anderem Jimi Hendrix, Bob Dylan und Bruce Springsteen ihre ersten Konzerte. Auch heute weiß man nie, wer in dem Club auftritt. 2012 etwa sorgten Van Halen für eine Straßensperrung vor dem "Cafe Wha?".

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(Foto: James und Karla Murray)

1981 eröffnete Danny Bensusan den "Blue Note Jazz Club", um jungen Talenten aus Greenwich Village eine Bühne in New York zu bieten. Mittlerweile ist er einer der angesehensten Jazz-Clubs der USA und zieht Fans aus aller Welt an.

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(Foto: James und Karla Murray)

1920 erbaut, ist das "Wonder Wheel" in Coney Island eines der Wahrzeichen der Stadt. Still stand es nur einmal - beim großen Stromausfall in New York 1977. Die Bilder aus "New York Nights" werden zwischen dem 21.11.2013 und dem 31.1.2014 in der Fotogalerie im Blauen Haus in München ausgestellt.

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