Kulturschatz im SudanVergessene Pyramiden im Wüstensand

Die "schwarzen Pharaonen" herrschten einst über Nubien. Über Jahrhunderte blieben ihre Grabstätten und Tempelanlagen nahezu unberührt. Im Sudan können Touristen den vergessenen Kulturschatz entdecken.

Touristen denken bei "Pyramiden" an Ägypten und die Sphinx, an Mexiko und Mayas, und vielleicht noch an den gläsernen Eingang vor dem Pariser Louvre. Aber Sudan?

Das Land südlich von Ägypten findet man nicht auf Top-Ten-Listen der beliebtesten Sonnen- oder Kulturreiseziele. Dafür wird über die Dauerkonflikte im Sudan berichtet: Darfur, die Abspaltung des Südsudans, Entführung von Touristen an der Grenze nach Ägypten und Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und islamistischen Extremisten nahe Äthiopien. Die Warnliste des Auswärtigen Amtes ist lang. Kein Wunder also, dass Urlauber lieber zur Cheops-Pyramide bei Kairo reisen - und selbst dort sind Gäste rarer geworden.

Wer sich trotz alledem nach Meroe im Sudan wagt, darf sich beinahe wie ein Entdecker fühlen, denn Touristenmassen gibt es hier sicher nicht. Alle anderen können aus der Ferne Bilder einer fast vergessenen Kultur bestaunen. Zu sehen gibt es wirklich Besonderes: Die nubischen Pyramiden sind Teil des Unesco-Welterbes.

Bild: REUTERS 25. Mai 2015, 08:362015-05-25 08:36:19 © SZ.de/sks/ihe/jobr