Die meisten Menschen leben hier vom sanften Tourismus. In den vergangenen Jahrzehnten haben sie auch immer wieder stückchenweise Land verkauft, hauptsächlich an wohlhabende US-Amerikaner, die sich auf der Insel ihren Karibiktraum erfüllen.
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Vermisst nichts auf seiner abgeschiedenen Insel: Hotelbesitzer Manuel. (© Foto: Marcel Burkhardt)
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Ausverkauft haben sie die Insel aber nicht. Es gibt auch keine Betonburgen wie im benachbarten San Pedro, das durch Madonnas Hit "La Isla Bonita" weltweit Berühmtheit erlangte.
Jeder weiß Bescheid über jeden
Fremd bleibt auf Caye Caulker auch niemand lange. Die 1300 Insulaner leben fast alle im einzigen Dorf - und jeder scheint hier über jeden Bescheid zu wissen.
Der nördliche Teil der Insel, der 1961 durch den Hurrikan Hattie vom südlichen Teil abgetrennt wurde, ist fast unbewohnt. Wer es schafft, die etwa 20 Meter breite Wasserstraße zwischen Süd und Nord trotz starker Strömung zu durchschwimmen, kann fast unberührte Palmen- und Mangrovenwälder durchwandern.
Für die meisten Besucher und Einheimischen ist aber am nördlichsten Teil der Südinsel Schluss. Hier am Strand gibt's eine kleine Bar, Reggae-Musik und eisgekühltes Belikin-Bier. Nach Sonnenuntergang füllen sich auch die Restaurants mit Leben, auf auseinandergesägten Öltonnen wird der Fang des Tages gegrillt.
Von außen kommen wenig aufstachelnde Signale nach Caye Caulker. Es gibt nur in den wenigen Sterne-Hotels Fernsehen, das Internet ist teuer und die Lokalzeitung aus Belize City erscheint nur zweimal pro Woche.
"Aber wer braucht das schon, wenn du das hier hast", sagt der alte Manuel, draußen auf dem Bootsteig sitzend. Jeden Morgen kurz nach sechs kommt der Hotelier hierher. Er schaut hinaus aufs Meer, aus dem sich rasch ein riesiger, feuerroter Ball emporhebt.
Manuel rückt seinen Strohhut zurecht und lächelt. Dann fährt er mit seinem Golfmobil nach Hause zum Frühstücken mit seiner Frau - mit zehn km/h.
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(sueddeutsche.de/dd)
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