Statt Bansko: Dobrinishte (Bulgarien)

Skifahren in Osteuropa ist schon lange kein Geheimtipp mehr: Die Namen von Wintersportgebieten wie Zakopane (Polen) und Kranjska Gora (Slowenien) gehen vielen Skifahren inzwischen flüssig von der Zunge, bei abenteuerlustigen Tiefschneefahrern stehen Helikoptertouren im Kaukasus hoch im Kurs. Auch Bansko im Südwesten Bulgariens kann bereits auf eine kurze Tradition zurückblicken: In den neunziger Jahren begann hier die Entwicklung des Skitourismus, zuletzt gehörte der Ort in den Pirin-Bergen zu den am schnellsten wachsenden Resorts mit allem, was an Skirummel dazugehört - 75 Kilometer schneesichere, hauptsächlich mittelschwere Pisten, Berggastronomie inklusive Après-Ski und turbulentem Nachtleben in zahlreichen Diskotheken.

Wem nach dem neuen Wintersportreichtum der Sinn nach ein bisschen Ostalgie steht, der weicht für einen Tagesausflug ins zehn Minuten entfernte Dobrinishte aus. Ein einziger Doppelsessellift mit Hartschalensitzen schaukelt die übersichtliche Anzahl von Enthusiasten auf die 2500 Meter hoch gelegene Bergstation. Hier offenbart sich der wahre Schatz von Dobrinishte: Vier mittelschwere Abfahrten ziehen sich hinunter bis zur Talstation auf 1550 Meter, auf denen man weitgehend ungestört schwingen kann. Dazu kommen gute Möglichkeiten, um auch abseits der Piste Spaß zu haben, schöne Waldstrecken und für das innere Wohlbefinden ein paar Schluck aus der Mineralwasserquelle, für die das jahrhundertealte Dorf berühmt ist.

Tagesskipass Erwachsene: ca. € 13, Bansko ca. € 29,70

25. Januar 2013, 15:192013-01-25 15:19:00 © Süddeutsche.de/dd/boen