3000 Euro Strafe für Saufgelage am Ballermann

Alkoholverbot auf Mallorca /
Von Katja Schnitzler
/ Veröffentlicht am , im Reiseblog

Muscheln, sehr gerne. Wasserpflanzen, wenn es sein muss. Krebse, nun ja, die leben ja hier. Aber das wollen Urlauber am Strand auf keinen Fall finden: Zigarettenkippen und sonstigen Müll, Hundekot und saufende Ballermann-Touristen. Doch letztere kommen besonders an der Playa de Palma auf Mallorca vor, genauer am Strandabschnitt "Balneario Nr 6".

Hier fanden vor allem deutsche Urlauber, die es auch nach dem Skifahren laut, feucht und fröhlich lieben, eine ebenso berühmte wie berüchtigte Heimat im "Ballermann 6". Das Strandlokal heißt zwar schon lange nicht mehr so, zieht aber immer noch entsprechende Klientel an.

Zwar ist es seit einigen Jahren auf Mallorca verboten, Alkohol in Plastikeimern (mit den langen Strohhalmen, Sie werden die Bilder noch im Kopf haben) zu verkaufen. Deswegen tranken die Urlauber vielleicht manierlicher, aber nicht weniger - und das auch noch am Strand.

Und weil der Genuss von Alkohol die Toleranz gegenüber Zigaretten, Müll und Hundekot im Sand steigen lässt, fand man in der Stadtverwaltung von Palma, es sei an der Zeit, grundsätzlich zu werden.

Auf Plakaten werden Touristen auf die neuen Regeln hingewiesen und auch gleich über drohende Bußgelder informiert, berichtet die Mallorca Zeitung: "Nicht am Strand", steht auf fünf Sprachen auf den Tafeln, die entlang der Playa de Palma aufgestellt werden, und die Bilder dazu sind eindeutig. Sie zeigen Kippen, Abfälle und Hunde - und wieder mal das Klischee aus alten Zeiten: Plastikeimer. Mit langen Strohhalmen.

Bald sollen Polizisten prüfen, ob alle den neuen Geboten folgen. Müll-Sünder müssen dann mit Strafen zwischen 30 und 300 Euro rechnen, Teilnehmer an einer Sauforgie mit bis zu 3000 Euro - wenn die Betrunkenen die öffentliche Ordnung gestört haben.

Nun fragen sich manche Ballermann-Reisende: Wann sind mallorquinische Polizisten der Meinung, dass die öffentliche Ordnung gestört wird?