14. Dezember 2012, 10:17 Nebenkosten-Vergleich in Skigebieten Wo der Skiurlaub teurer wird als gedacht

Nicht nur Skipass und Unterkunft machen Winterurlaube teuer: Wenn Spaghetti 18 Euro kosten und ein Glühwein sechs Euro, zahlen Skifahrer plötzlich mehr drauf als geplant. Der Nebenkosten-Vergleich des ADAC zeigt, wo Sie günstiger wegkommen - und wo es besonders teuer wird.

Leihskier, ein Paar zusätzliche Socken und ab und zu ein Glühwein - solche Dinge können den Winterurlaub teurer machen als gedacht. Im europäischen Vergleich zahlen Skiurlauber in Polen, Tschechien und im deutschen Skigebiet Fichtelberg am wenigsten für Nebenkosten, die neben Anreise und Hotel anfallen. Am teuersten wird es dagegen in der Schweiz, in Frankreich und in einigen österreichischen Skiorten.

Der ADAC hat für den Test 31 Produkte aus 24 Skigebieten in Österreich, der Schweiz, Tschechien, Deutschland, Frankreich, Italien und Polen verglichen. Im polnischen Zakopane und im tschechischen Spindlermühle (Spindleruv Mlyn) waren die Nebenkosten für Winterurlauber am geringsten. Die drei getesteten Skiorte in der Schweiz - Samnaun, Grindelwald und Zermatt - und die französischen Orte Chamonix und Val d'Isère sowie Ischgl und Lech in Österreich bewertete der ADAC als teuer oder sehr teuer.

Die Nebenkosten von 24 beliebten Wintersportorten im Überblick.

(Foto: ADAC)

Alle getesteten deutschen Skiorte schnitten mit der Bewertung sehr günstig oder günstig ab. Am billigsten waren die Zusatzkosten in den deutschen Skiorten Oberwiesenthal, Bayrischzell und Oberstdorf, immerhin noch günstig die Wintersportzentren Oberstaufen und Garmisch-Partenkirchen - an der Zugspitze zahlen Winterurlauber am meisten für Leihskier oder heiße Drinks.

Im Durchschnitt etwas teurer als in den deutschen Gebieten ist es in den österreichischen Wintersportorten. Am niedrigsten sind die Nebenkosten in Ellmau im Skigebiet Wilder Kaiser. Mehrere österreichische Gebiete bewertete der ADAC als durchschnittlich teuer. Eine Portion Spaghetti kostet zum Beispiel im schweizerischen Zermatt mehr als 18 Euro, in Zakopane in Polen weniger als vier Euro. Dort zahlen Urlauber für ein Glas Cola nicht einmal ein Euro, im deutschen Oberstaufen deutlich mehr als zwei Euro.

Die günstigsten und die teuersten Anbieter für Verkauf und Verleih auf einen Blick.

(Foto: ADAC)

Wer seine Skisocken vergessen hat - oder doch ein Paar zum Wechseln möchte -, kauft in Oberstdorf am Nebelhorn in Deutschland für knapp acht Euro Ersatz. Urlauber in Zermatt überlegen sich das vermutlich zweimal: Dort zahlen sie für ein Paar mehr als 29 Euro. Gut 34 Euro pro Tag kosten Leihskier in Grindelwald in der Schweiz, in Zakopane dagegen knapp sechs Euro.

Die Preisrecherche fand im Januar und Februar 2012 statt. Die Preise für die 31 Produkte in den fünf Kategorien Gastronomie, Tagesbedarf, Verleih, Aktivitäten sowie Zubehör aus dem Warenkorb wurden jeweils im Ortszentrum sowie in der Nähe der Liftstationen erhoben.

Wer unnötige Kosten im Urlaub vermeiden will, sollte teure Produkte wie etwa Sonnencreme nicht zu Hause vergessen. Der ADAC empfiehlt, auch die Ausrüstung vor der Abreise nochmals zu überprüfen. Denn der Ersatzkauf von Skibrillen, -handschuhen oder -socken kann ins Geld gehen. Sparen können Urlauber, die im Ort übernachten, häufig mit den Gästekarten. Viele Wintersportorte bieten damit zahlreiche Vergünstigungen beim Skipass oder auch bei anderen Aktivitäten an.