Im Ostkongo herrschen noch immer Mord, Folter und Vergewaltigung - trotz einer jahrelangen UN-Friedensmission. Ein neuer Bericht zeigt: Die Täter profitieren von illegalen Geschäften - auch in Deutschland.
Am Donnerstag feiert Amerika Thanksgiving, und die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates in New York haben die fetten Truthähne wahrscheinlich schon eingekauft. Vor dem Festmahl müssen sie jedoch erschütternde Nachrichten aus Afrika verdauen: An diesem Mittwoch stellt eine UN-Expertengruppe einen Bericht zur Situation in der Demokratischen Republik Kongo vor. Das Ergebnis ist ein Desaster für die Vereinten Nationen.
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Wie amerikanische Medien übereinstimmend berichten, zeichnet der bislang unveröffentlichte Bericht ein düsteres Bild der Lage im Osten des Landes. Obwohl die Vereinten Nationen mit mehr als 20.000 Blauhelm-Soldaten, Polizisten und Beobachtern im Land sind, geht das Morden in der von Bürgerkrieg gepeinigten Region weiter.
Gold, Zinn und Coltan
Das Ziel des UN-Mandats, die ruandische Hutu-Miliz FDLR (Demokratische Kräfte zur Befreiung Ruandas) zu entwaffnen und aufzulösen, wurde demnach nicht nur verfehlt - dank internationaler Unterstützung konnte die Terrormiliz ihren Einfluss im Ostkongo sogar ausbauen. Zur Finanzierung ihres Krieges handelt die Miliz, deren Führer teils am Völkermord an den Tutsi Mitte der neunziger Jahre beteiligt gewesen sein sollen, dem Bericht zufolge mit Mineralien und Edelmetallen, die in Minen abgebaut werden.
Gold, Zinn und das in Mobiltelefonen und Laptops verbaute Coltan werden nach Europa und in den Fernen Osten geschmuggelt, im Gegenzug erhält die FDLR Geld und Waffen für ihren Krieg gegen die kongolesische Armee. Das verstößt gegen Sanktionen und das Waffenembargo der UN.
Verstöße gab es offenbar auch auf deutschem Boden: Am 17. November wurden der FDLR-Präsident Ignace Murwanashyaka und sein Stellvertreter Straton Musoni in Karlsruhe und Nürtingen verhaftet. Sie sollen die Miliz jahrelang von Deutschland aus geführt haben. Murwanashyaka sei "an der Koordination von Waffen- und Munitionstransfers an FDLR-Einheiten" beteiligt sowie "an der Verwaltung großer Geldsummen, die aus dem illegalen Verkauf von natürlichen Ressourcen aus Gebieten unter Kontrolle der FDLR stammen", zitiert die taz aus dem Bericht.
Befehl aus Mannheim
Auch die fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates seien von den krummen Geschäften betroffen: Frankreich beherberge weitere FDLR-Führer, Großbritannien sei der Sitz beteiligter Firmen, in den USA seien FDLR-Bankkonten beheimatet, Russland und China seien als Käufer von Mineralien aus zweifelhafter Quelle bekannt. Außerdem lieferten China, die Ukraine, Belgien, Spanien und der Sudan Waffen in den Kongo.
Das weltweite Netzwerk unterstützt eine Organisation, die für Massaker mit Hunderten Toten verantwortlich ist: Allein am 10. Mai sollen FDLR-Truppen 60 bis 96 Zivilisten im ostkongolesischen Busurungi getötet haben. Der Befehl kam angeblich aus Mannheim, wo Murwanashyaka am 9. Mai per SMS Kontakt zu seinem Militärchef im Kongo aufnahm.
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UN-Tourismusorganisation
Beschämend, daß der Bericht nicht erscheint, wenn irgendwem der Inhalt nicht passt. Wozu hält man sich da die UN?
und auch der Nachfolger:
"Der Hass auf den Westen".
Sollte Pflichtlektüre an deutschen Schulen werden.
Wer noch nichts von Jean Ziegler gehört hat dem sei dieses Interview mit dem SWR empfohlen:
http://mp3.swr.de/swr1/bw/leute/jean-ziegler-soziologe-und-uno-berater.6444m.mp3
Und ich stimme Jean Ziegler zu, dessen Buch "Das Imperium der Schande" unser aller Leben so unbarmherzig auf den Prüfstand gestellt hat.
Ja, auch ich schäme mich.
Nein, wir haben unser Recht zum selbstgefälligen und selbstgerechten Protest gegen die heutigen Massenmorde in Afrika verwirkt, denn wir sind in Wahrheit doch alle stillschweigende Profiteure dieser Wirtschaft. Und wer genau hinschaut, wer seinen eigenen Laptop genau anguckt und den Laptop von Herrn Ackermann sowie dessen vermute ich Blackburry, der sieht noch den Dampf des warmen Blutes, dass von diesen Gegenständen auf den Boden tropft, wo wir es sogar noch mit Füßen treten.
Ja, ich klage an. Ich klage mich in vorderster Linie selbst an. Und ich gebe zu. Es ist die Antwort auf die Frage, welche die afrikanischen Schlächter, Metzger, Mörder und Vergewaltiger auf unsere Rechnung in der Realität auch in unserem Namen den meisten ihre Opfer stellen, bevor sie sie massakrieren oder vergewaltigen: Confess! You are enemy!
sind stets, ständig und immer auch mit den Geschäfte derer verbunden, die als Geldgeber der Schlächter fungieren und die als Abnehmer der aus den Schlachthöfen heraus geschleppten Güter und Gegenstände sowie der von den Schlachtfeldern in die Welt hinaus gebrachten Materialien und Produkte profitieren.
Einst nannten wir es up the north und beschrieben damit das britische Protektorat Rhodesien, aus dem wir während der Zeit des UN-Embargos den rhodesischen Tabak hinaus schleppten, in Maputo, das damals noch die grösste Stadt der portugiesischen Kolonie Mosabmbique war, mit offiziellen Dokumenten als tobacco made in Mosambique ausstatteten und als besondere Petitesse vorrangig in das sozialistische Lager exportierten, dass wie jeder noch heute nachlesen kann mit ganz besonders inbrünstiger und vehementer Entrüstung und Erregung gegen das rhodesische Apartheitsregime protestierte.
Aber die Zigaretten, die aus diesem Tabak gefertigt wurden, haben allen Genossen des ZK der KpdSU und aller anderen Satellitenstaaten geschmeckt. Und die Freude, welche die damaligen Vorstände von Reemtsma über die tollen Gewinne, die durch die Verarbeitung dieses mozabiquanischen Tabaks gemacht wurden, konnten die feinen Herren, die natürlich in ihren Sonntagsreden stets und ständig das UN-Embargo beschworen, natürlich nicht wirklich verhehlen.
So gesehen ist das damalige Rhodesien ein wahrer Hort der Menschenwürde gewesen, in dem die Apartheitspolitik der englischstämmigen Landlords und Großgrundbesitzer für ein Lebensniveau sorgten, von dem die Nachfahren der damaligen Arbeitssklaven heute nur noch träumen, angesichts der Schlächtereien der mugabeschen Mördercompagnions. Und wenn man diese damaligen Zustände und Verhältnisse mit den heutigen Massenmorden, Massenvergewaltigungen, Massentötungen, Massenfolterungen und Massenverstümmelungen vergleicht, die im Namen der lokalen afrikanischen Henker, Schlachter und Mörder als Handlanger für unserer Großkonzerne auf Rechnung eben dieser Großkonzerne im Bereich der Waffenindustrie, der Elektronikindustrie, der Diamantindustrie und den internationalen Rohstoffhändlern z.B. der Firma Glencore, die ihren Sitz in Zug hat dort realisiert werden, dann allerdings träume ich heute noch von Afrika damals!.
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