Streit um Paragraf 219a "Immer eine hochemotionale Entscheidung"

Die Christdemokratin Eva Kühne-Hörmann sagt, es sei für sie "wichtig, die christlichen Grundwerte zu beherzigen".

(Foto: Sabrina Feige)

Dürfen Ärzten über Abtreibungen informieren? Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann findet: nein. Ein Gespräch über Verantwortung und die Verpflichtung, noch einmal nachzudenken.

Interview von Ronen Steinke, Wiesbaden

- Der aktuelle Streit um den Paragrafen 219 a des Strafgesetzbuchs hat in Hessen seinen Ausgang genommen. Dort war eine Frauenärztin verurteilt worden, weil sie auf ihrer Homepage erklärt hatte, dass sie Schwangerschaftsabbrüche vornimmt. Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) vertritt in dieser Frage einen konservativen Kurs.

SZ: Frau Kühne-Hörmann, es gibt pro Jahr ein paar Dutzend Strafanzeigen gegen Ärztinnen und Ärzte, die öffentlich sagen, dass sie Abtreibungen vornehmen. Dahinter stecken oft Abtreibungsgegner. Die Justiz reagiert meist gelassen. Fast alle ...