Vor 65 Jahren kapitulierte Hitlers Wehrmacht, der NS-Wahnsinn endete. sueddeutsche.de zeigt Impressionen aus den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges - und lässt in einer Serie Zeitzeugen zu Wort kommen.
Das Ende des Zweiten Weltkrieges jährt sich in diesen Tagen zum 65. Mal. Der Weltenbrand markiert eine Zäsur der Geschichte: Das von Nazi-Diktator Adolf Hitler als Eroberungs- und Vernichtungskrieg konzipierte und grausam vollzogene Blutvergießen ist beispiellos.
Irgendwo in Deutschland im Frühjahr 1945: US-Soldaten nehmen einen Wehrmachts-Landser fest (© Foto: dpa)
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Nie zuvor wurde die Auslöschung einer Religionsgemeinschaft - der Juden - und weiterer Volksgruppen so systematisch betrieben. Nie zuvor starben mehr Menschen. Nie zuvor gingen Kriegsparteien so erbarmungslos gegen Zivilisten vor - und schonten auch die eigenen nicht.
Für die Deutschen waren und sind die bestialischen Kriegsjahre prägend: Die Lehren aus dem Genozid an den europäischen Juden, aus den Folgen von Fanatismus und Militarismus, haben sich tief eingeprägt.
65 Jahre nach Kriegsende ist das Zeugnis von Zeitzeugen kostbar: Nichts bewegt jüngere Generationen mehr als ein authentischer Lebensbericht.
sueddeutsche.de lässt in einer Serie zum 65. Jahrestag des Kriegsendes vier Zeitzeugen zu Wort kommen. Vier Menschen mit einer eigenen Geschichte: die junge Baltin, die zuerst unter den deutschen Besatzern leidet und dann unter den Sowjets; der Jude, der den Holocaust überlebt und dennoch im Land der Täter bleibt; die Soldatenwitwe aus Oberbayern, in deren Garten ein letztes Gefecht zwischen SS und Amerikanern stattfindet; und der Jugendliche, der sich weigert, für das "Tausendjährige Reich" zu töten - seine Fahnenflucht gelingt auf abenteuerliche Weise.
Mit dem Bericht des Deserteurs und Impressionen aus den letzten Wochen und Monaten des Zweiten Weltkrieges in Europa beginnt die Serie, die in den kommenden Tagen fortgeführt wird.
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(sueddeutsche.de/odg/gba)
Debatte um Militärintervention in Syrien
Die Deutschen waren Täter und Opfer.
Bis auf die Schweiz, Schweden, Spanien und Portugal waren die rd. 10 Jahre 1939-1949 in Europa ein riesiges Schlacht- und Siechen-haus für fast alle Menschen und Völker mehr oder minder.
Der Aggressor Nazi-Deutschland zog auch alle außerhalb Groß-Deutschlands Grenzen lebenden Deutschen/Volksdeutschen (z.B. Wolga-Deutsche) mit ins Verderben.
Spätestens ab Januar 1945 wird in ganz Europa Rache an den Deutschen Minderheiten für Nazi-Deutschlands Untaten genommen.
Zwar beklagen die größten kriegsbedingten Opferzahlen die Sowjet Union mit 27 Millionen toter Menschen, aber dann folgt Deutschland mit über ganz Europa gestreuten unfassbaren Verlusten über die 10 Jahre von über 15 Millionen kriegsbedingter toter Deutsch-stämmiger und davon sind 6,1 Millionen männl. Wehrmachtsangehöriger: 3,1 Millionen Gefallener und der Rest hälftig in der Gefangenschaft Umgekommener oder Vermisster Männer. Die anderen 9,5 Millionen sind überwiegend unterschiedlichste Deutsche/deutsch-stämmige Zivilisten verstreut über Europa.
Dieser unglaubliche Aderlass von rd. 20% getöteter/kriegsbedingt Gestorbener aller deutsch-stämmigen Europas, alleinig ausgelöst durch Hitlers Angriffskrieg von Nazi-Deutschland, hat sich in das kollektive Erinnern der Deutschen Volkes genauso eingeprägt wie der andersgelagerte Holocaust im jüdischen Volk.
M.E. ist dieses Massensterben nur mit den 30-jährigen- Krieg Opfern und den Opfern der Pestepedimien 1347-50 n.C. gleichzusetzen
"sueddeutsche.de lässt in einer Serie zum 65. Jahrestag des Kriegsendes vier Zeitzeugen zu Wort kommen."
Ich habe als Angehöriger der Nachkriegsgeneration meinen Teil zur Aufarbeitung, welche leider gelegentlich auch zur Ausleierung verkommen ist, beigetragen.
Jetzt hoffe ich nur, dass im Jahre 2054 die letztmaligen Zeitzeugen zu Wort kommen, geht man davon aus, dass noch einer Jopi Heesters übertrifft, 110 Jahre alt wird und der Zeitzeuge gerade geboren wurde.
Hab' ich mich da irgendwie verrechnet oder geht es doch nicht lange weiter?
jo sehe ich leider auch so. Ich habe echt den Eindruck, daß der "hässliche Deutsche" wieder auf dem Vormarsch ist. Der zeigt sich nämlich immer gerne dann, wenn es ums Geld geht!
Und heute, nach 65 Jahren stehen wieder deutsche Soldaten in einem fremden Land im Feld, werden wieder eiserne Kreuze, Pardon, Tapferkeitsmedaillen verliehen und hohle Reden von selbstgefälligen Opportunisten-Politikern an der sicheren Heimatsfront geschwungen.
Da ist wohl Hopfen und Malz verloren...... schade, eine Zeit lang sah es nämlich mal ganz gut aus.......