Ein Bericht des Roten Kreuzes bringt Verteidigungsminister Guttenberg weiter in Bedrängnis. Obwohl die Hilfsorganisation den Angriff auf zwei Tanklaster bei Kundus als völkerrechtswidrig eingestuft hatte, verteidigte Guttenberg den Angriff als "militärisch angemessen".
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg kommt wegen des Luftschlags von Kundus in Erklärungsnot. Als Guttenberg am 6.November auf einer Pressekonferenz die Bombardierung zweier Tanklaster mit mehr als 100 Toten vehement verteidigte, lag ihm bereits ein Bericht des Roten Kreuzes vor, in dem der Angriff als "völkerrechtswidrig" eingestuft wird. Trotzdem bezeichnete der Minister die Attacke als unvermeidlich und "in jedem Fall angemessen". Inzwischen hat der diese Aussagen revidiert.
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"Streng vertraulich": Ein Bericht des Roten Kreuzes über die Bombardierung bei Kundus bringt Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg weiter in Bedrängnis. Unter anderem heißt es in dem Bericht, es sei "unwahrscheinlich", dass die Taliban die Laster zu fahrenden Bomben umfunktionieren wollten. Guttenberg hatte den Bombenabwurf trotz Kenntnis des Berichts als "in jedem Fall militärisch angemessen" bezeichnet. (© Foto: AP)
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Guttenbergs Sprecher Steffen Moritz bestätigte am Mittwoch, dass der Bericht des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) dem Minister am 6. November vorgelegen habe. Guttenberg habe sich in seiner Pressekonferenz ausdrücklich darauf bezogen, dass es auch nach diesem Bericht zivile Opfer gegeben habe. Guttenberg hatte darauf verwiesen, dass in dem Untersuchungsbericht der Internationalen Afghanistan-Schutztruppe Isaf zu dem Vorfall von stark differierenden Opferzahlen die Rede sei.
Trotzdem komme er persönlich zu dem Schluss, dass es zivile Opfer gegeben habe. Zur Frage, ob mit dem Angriff das Völkerrecht verletzt worden sei, äußerte sich der Minister nicht. In einem am selben Tag freigegebenen Interview mit der Süddeutschen Zeitung hatte Guttenberg betont, dass der Angriff "mandats- und völkerrechtlich" legitimiert gewesen sei. "Nach unserer Einschätzung war das klar der Fall", sagte Guttenberg.
Allerdings kommt nach Informationen des Magazins Stern das IKRK, das den Luftschlag eigenständig untersucht hat, zu dem Ergebnis, dass der von einem deutschen Oberst angeordnete Angriff nicht "im Einklang mit dem internationalen Völkerrecht" gestanden habe. Dafür habe es bei dem Bombardement zu viele zivile Tote gegeben. Im Anhang des Berichts seien die Namen von 74 toten Zivilisten aufgeführt, unter ihnen auch Kinder. Ein Sprecher des IKRK bestätigte, dass der Bericht am 5. November dem deutschen Regionalkommandeur in Nord-Afghanistan übergeben worden sei. Zu Einzelheiten des vertraulichen Berichtes wollte er sich nicht äußern.
Ob der Angriff möglicherweise einen Verstoß gegen das Kriegsvölkerrecht darstellt, prüft zurzeit auch die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Falls sie dies bejahen sollte, müsste sie Ermittlungen gegen den deutschen Oberst aufnehmen. Das Verteidigungsministerium verwies am Mittwoch darauf, dass die Nato offensichtlich nicht von einem solchen Verstoß ausgehe. Andernfalls hätte das Isaf-Untersuchungsteam seine Ermittlungen einstellen müssen. Isaf-Kommandeur Stanley McChrystal hatte verfügt, die Untersuchung müsse beendet werden, wenn es Beweise für eine Verletzung des Kriegsrechts gebe. In diesem Fall müsse die Angelegenheit dem entsprechenden Truppenstellerland übergeben werden.
Der neue Hinweis auf den IKRK-Bericht offenbart eine weitere Widersprüchlichkeit. Zwar hatte Guttenberg schon am 6. November den IKRK-Bericht erwähnt. In der Zeit danach hatte er jedoch, zuletzt in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin", stets betont, er habe seine Einschätzung von der Angemessenheit des Luftschlags aufgrund nur eines Berichtes abgegeben - "und zwar des einzigen Berichtes, der mir vorlag". Dies sei der Isaf-Bericht gewesen. Bundeswehr-interne Berichte, die ebenfalls von zivilen Opfern und von Verstößen gegen die Einsatzregeln sprechen, will Guttenberg erst Ende November zur Kenntnis bekommen haben. Weil ihm diese Berichte vorenthalten worden waren, hatte Guttenberg Staatssekretär Peter Wichert und Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan entlassen.
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(SZ vom 9. Dezember 2009/segi)
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An den lieben coffeshop:2, Das mit den Stein,kann schief gehen,wenn er zu gross ist, faellt er dir auf die Fuesse und das tut richtig weh. Aber wie ich dich einschaetze,wird es nur ein kleiner Kieselstein sei,du weisst ja im Stein kenne ich mich aus. Frage an dich,wie sieht es privat bei dir aus? So wie du hier in der Zeitung dein Gift verspritzt,haben dich bestimmt schon Frau,Kinder,Hund und Katze verlasse. Uebrigens,warum benutzt du immer das Foto von Professer K.F. Schiller ? An dem sein koennen kommt so mancher Schreiberling nicht heran. Auch einen schoenen Tag wuensche ich dir.
Zu Guttenberg hat zu oft eine eigene Meinung. Die haben viele, behalten diese aber für sich und passen sich an. Wer seine Meinung konträr zu unser aller Kanzlerin (die mag das garnicht) und zum eigenen Mentor Sehofer vertritt, hat schlechte Karten und ist selbst schuld und muss büßen, auch wenn er noch so fähig ist.
So bekam zu Guttenberg das Verteidigungsministerium, welches er - u.a. - auch bestimmt gut führen könnte. Hätte er sofort gegen seinen Vorgänger und gegen das Vorgehen der die eigenen Truppen positioniert, die Presse wäre zu Recht über ihn hergefallen. Also hat er sich erst mal schützend vor die Truppe gestellt und deren Vorgehen als angemessen verteidigt. Ein bisschen reingelegt auch von seinen Führungskadern, welche ihn wohl sehr sparsam unterrichtet haben. Bumms. Jezt muss er sich verteidigen, als ob er selbst Bomben geworfen hätte. Die Kampftruppe unserer aller Kanzlerin, die Spingerpresse, schießt ihn sturmreif. Wer das Mittelmaß mit dem Kopf überragt, wird einen Kopf kürzer gemacht. Das ist die Standardregel.
Schade deshalb, weil wir jetzt einen Verteidigungsminister hatten, der schrittweise dazu übergehen wollte, einen Krieg als Krieg zu bezeichnen. Auch das ist nicht im Sinne von Frau Merkel. Warum? Im Krieg ist nicht der Verteidigungsminister der oberste Befehlshaber, sondern die Kanzlerin. D.h., sie ist nicht nur über alles informiert, sondern für alles verantwortlich. Sowas kann sie sich natürlich nicht aufzwingen lassen. Also, liebe Presse, draufhauen auf den Mann.
"Auf den Bildern hat er aber keinen Rüssel" (Schweinegrippe hilf !)
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Jetzt warten wir mal die Fränkische Fastnacht in Veitshöchheim ab. Vielleicht tritt er da mit der passenden Maske auf.
... kann man so sehen. Trotzdem ist schon verwunderlich, dass er am 6. November noch von "militärisch angemessen" spricht. Schließlich geistern die vielen zivilen Opfer ja schon seit kurz nach dem Bombenangriff im September durch die Medien. Hat Herr Guttenberg in den vielen Wochen keine Tagesthemen gesehen, keine Zeitung gelesen? War er am Ende in Mallorca wie einst sein Vorgänger "Bin Baden"??
Ich seh den Fall Guttenberg eher umgekehrt.Ein paar PR-Coaches haben sich der sterbenden(?) CSU angenommen.Das Kunstprodukt von und zu drunter und drüber Guttenberg schlug zunächst auch richtig ein,aber die angebliche Fachkompetenz dieses Kleiderständers stellte sich sehr bald als heisse Luft heraus,weshalb man ihn schnell aus der Schusslinie der Medien und öffentlichen Kritik nehmen musste.Als ehemaliger Uffz oder Stuffz macht man ihn halt zum BMVg.Im Verteidigungsministerium konnte in der Vergangenheit manch ein glückloser Minister untertauchen,nicht nur von der Union.Der Widerstand gegen den Baron(von Münchhausen hätt ich jetzt fast geschrieben)kommt von Leuten ,die den Plan der CSU durchschaut haben,einen zukünftigen Kanzler zu produzieren.Natürlich macht ein Neuling Fehler,das ist normal.Das plötzliche Auftauchen des Schwarzen Barons kurz vor einer wichtigen Wahl war und ist verdächtig,besonders die Art wie man um die Vernebelung seines Werdegangs bemüht war.Wir wissen jetzt ,dass sich seine Wirtschaftserfahrung auf die Verwaltung seines ererbten Besitzes beschränkt.Der Herr scheint direkt aus einer Ausgabe des Goldenen Blattes geschlüpft zu sein.Seine Aussagen zum Fall Oberst Klein halte ich aber für verständlich.Denn zunächst stellt man sich vor seine Untergebenen.Dann ermittelt man.Die Nachrichtensituation bezüglich Afghanistan kann man als konfus bezeichnen ohne zu übertreiben,also ein paar Tage ohne Äusserungen zum aktuellen Status Quo hätten ihm sicher nicht geschadet.Nu hat er sich aber ziemlich aus dem Fenster gelehnt und wird eben zu Recht beschossen.Da hilft weder das von noch das zu.
Paging