Transport im Viehwaggon, Fleischgeruch in der Luft, Selektion mit Doktor Mengele: 65 Jahre nach der Befreiung erinnert sich die Holocaust-Überlebende Lisa Miková an Auschwitz.
Lisa Miková kam 1922 in Prag zur Welt. In ihrer weitgehend säkularen jüdischen Familie wurde Deutsch und Tschechisch gesprochen. 1942 wurde sie ins KZ Theresienstadt deportiert. Von dort wurden zunächst ihre Eltern, dann, im Herbst 1944, ihr Ehemann František ins Vernichtungslager Auschwitz geschafft. Lisa Miková meldete sich kurz später freiwillig für einen Frauentransport.
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Lisa Miková im Jahre 1939. Damals erlebte sie, wie die Wehrmacht in Prag einmarschierte. Die Deutschen enteigneten sofort das Geschäft ihres Vaters. (© Foto: oh)
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Welche Qualen Lisa Miková durchlebte, und wie sie überlebte, schildert sie immer wieder tschechischen und deutschen Schülern. Die agile Seniorin engangiert sich unter anderem in der Stiftung Brücke/Most, die sich für die deutsch-tschechische Verständigung einsetzt.
Frau Miková lebt bis heute in ihrer Wohnung in der Prager Altstadt. Dort wurde der folgende Bericht aufgezeichnet. Ihre Schilderungen beginnen mit dem Transport vom Konzentrationslager Theresienstadt nach Auschwitz.
"Am 28. September 1944 verließ der Transport, in dem sich mein Mann befand, das Lager Theresienstadt. 5000 Männer wurden damals weggebracht. Zwei Tage später ließ die SS verlauten, dass sich zu diesen 5000 Männern 1000 Frauen melden könnten - Mütter und Gattinnen samt Kindern. Damals ließ ich natürlich sämtliche Versprechen außer Acht, die ich meinen Eltern gegeben hatte, wonach ich unbedingt in Theresienstadt hätte bleiben sollen.
Aber ich wollte zu meinem Mann. Also habe ich mich freiwillig gemeldet.
Am 2. Oktober fuhren wir los - nicht in Güterwaggons, sondern in einem normalen Personenzug. Wir waren in Hochstimmung. Wohin wir gebracht werden, wussten wir nicht.
Nach etwa einem Tag Fahrzeit kamen wir an, es war etwa neun oder zehn Uhr abends. Da war kein Bahnhof, sondern nur viele Gleise auf einem großen Platz, der von Scheinwerfern erhellt war. Eine Menge SS-Leute standen herum. Und Männer, deren Kleidung und Kappen seltsam gestreift waren.
Mütter, Kinder, Ältere - sofort ins Gas
Diese Männer - es waren Polen - sind in den Zug hereingekommen. Sie schrien: 'Alles raus, alles austeigen, Gepäck bleibt im Zug!'
Und danach: 'Ihr könnt arbeiten, Kinder könnt ihr sowieso nicht retten'. Wir wunderten uns. Diese Männer sprachen Polnisch - wir konnten sie verstehen. Aber wir wussten nicht, was sie meinten - und dachten, wir hätten uns verhört.
Wir stiegen aus und stellten uns in einer Fünferreihe auf. Da kamen die SS-Leute an. Einer hatte eine Reitpeitsche dabei, er ging auf und ab. Das war Doktor Mengele, aber das erfuhr ich erst später.
Dann wurde sortiert: Die eine nach links, die andere rechts. Ich stand ziemlich weit hinten und konnte sehen, wer zur einen und wer zur anderen Seite ging.
Nach links gingen die jungen Frauen, die gutaussehenden. Rechts gingen ältere Frauen und Mütter mit Kindern. Frau mit Brille? Rechts.
"Wo sind wir eigentlich?"
Ein Hin- und Herlaufen war unmöglich, es wurde gleich geschossen.
Es wurde erklärt, diejenigen, die nach rechts gingen, kommen in ein besonderes Lager, wo sie nicht arbeiten müssten. Dort bekämen die Kinder auch Milch.
Mindestens ein Viertel der Frauen ging nach rechts. Sie mussten in Lastwagen steigen und wurden weggefahren. Sie kamen sofort ins Gas.
Die Selektion an der Rampe ging recht schnell, 1000 Frauen wurden schnell verteilt. Ich musste nach links gehen.
Wir wurden stark bewacht abgeführt auf einem Weg, der von Draht gesäumt war - ein Zaun, der unter Hochspannung stand.
'Wo sind wir eigentlich?', haben wir die Polen gefragt. Dann hörte ich zum ersten Mal den Namen des Ortes: Auschwitz.
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"Undercover" bei Paketzusteller GLS
...war nie im KZ: Bitte bleiben Sie bei der Wahrheit, FelixAustria03.
Siehe unter anderem
http://de.wikipedia.org/wiki/Gitta_Sereny
Franz
Lesen Sie auch @legis, der mir mehr als Rech gibt! Wollen oder
können Sie nicht beide Seiten betrachten?
In der polskaweb-Redaktion gibt es unter jungen Polen einen ein=
zigen Deutschen, aber beileibe keine "Neonazi", auch das wieder
eine Kategorie von Unbelehrbaren wie Sie!
Was halten Sie von der überlebenden Auschwitz-Insassin Gita
Sereny, seit der Befreiung in London als brit. Staatsbürgerin lebend,
geboren 1926 als österr. Jüdin, die seit langem sagt und schreibt:
Auschwitz war kein Vernichtungslager, sondern ein Industreizwangs=
arbeiterlager! Freilich war es nicht angenehm dort leben zu müssen,
aber es war kein Vernichtungslager! - Was sagen Sie jetzt? Haider
hat dies einmal zitiert, wurde aber nicht angeklagt deswegen. Übrigens: Gita Serney war die FIlmerin, die Gespräche mit Albert
Speer gedreht hat, bei seinem letzten Besuch bei ihr erlag er im
Hotel in London einem Herzinfarkt. Gita Sereny als ehem. Häftling
in A. ist über jeden Verdacht erhaben, also kann nicht als "Neonazi"
bezeichnet werden!
auch tatsächlich mit dem Inhalt des Artikels befassen. Richtig gruselig sind jedoch die abstrusen Komentare solcher Zeitgenossen, die glauben einen absulut unpassenden Bezug zu den Schilderungen herstellen zu müssen oder einfach nur leere Worthülsen aneinanderreihen um damit die Kommenatrzeilen zuzutexten.
@ kantorowicz, @kaburkabari
wenn man nichts substatielles beizutragen hat, ist es besser, die Finger von der Tastatur zu lassen.
.... ihre wohlgepolsterte Hartz IV - Versorgung mit KZs zu vergleichen. Offenbar schließt diese Art der Versorgung gleichzeitig ein Mindestmaß an Informationsaufnahme (und Anstand) aus.
@ Waldheim
Sie scheinen unbedingt vorführen zu wollen, dass Sie nicht lesen können.
Sie sollten die Konzentrationslager dort lassen, wo sie waren, bei den Deutschen. Sie waren ihre Mordmaschine.
Dass die Juden auch in anderen Ländern leiden mussten und ermordet wurden, kann deutsches Handeln nicht relativieren.Ich nehme an, Sie wollen das auch nicht.
Und, wer glaubt, nach der Befreiung der Konzentrationslager sei für die Juden alles ausgestanden gewesen, der irrt sich. Niemand wollte sie haben. Nachzulesen u.a. bei Primo Levi.
Und auch die auf Einladung Kohls zugewanderten russischen Juden waren nicht unbedingt willkommen.
Paging