NS-Verbrechen

Biografie über Helmuth James von Moltke
:Der gute Graf

Helmuth James von Moltke entschied sich früh zum konsequenten Widerstand gegen das NS-Regime. Volker Ullrich zeichnet sein Leben und Wirken im „Kreisauer Kreis“ eindrucksvoll nach. Eine Biografie über moralische Größe unter ständiger Lebensgefahr.

SZ PlusRezension von Cord Aschenbrenner

Ines Geipels „Landschaft ohne Zeugen“
:Verhärtete Legenden

In der KZ-Gedenkstätte Buchenwald wurde der antifaschistische Staatsmythos der DDR über Jahrzehnte gehegt und gepflegt. Noch heute glauben viele an kommunistische Helden. Die Schriftstellerin Ines Geipel zertrümmert diese gefühlte Wahrheit.

SZ PlusRezension von Norbert F. Pötzl

Verhältnis Deutschland und Frankreich
:Nicht mehr beste Freunde

Wenn Versöhnung nach 1945 in Gleichgültigkeit umschlägt – Klaus Kellmann zeichnet eine brillante Nachbarschaftsstudie zwischen Deutschland und Frankreich. Ein wichtiges Buch zur richtigen Zeit, selbst wenn die Hauptthese des Historikers recht verwegen klingt.

SZ PlusRezension von Stefan Ulrich

Literatur
:„Ich kann sagen: Er hat erschossen“

Die Schriftstellerin Judith Hermann ist auf den Spuren ihres SS-Großvaters ins polnische Radom gereist. Ein Gespräch über die Verbrechen der Vorfahren, das Schweigen in der eigenen Familie – und eine Rückkehr mit leeren Händen.

SZ PlusInterview von Marie Schmidt

Ilse Aichingers „Die größere Hoffnung“ am Staatstheater Nürnberg
:Wie Kinder der Verfolgung trotzen

Wie gut lässt sich Ilse Aichingers Nachkriegsroman „Die größere Hoffnung“ auf die Bühne bringen? Salome Schneebelis Inszenierung wagt als deutsche Erstaufführung am Nürnberger Staatstheater viel – mit Erfolg.

SZ PlusKritik von Florian Welle

Buch zur „Wiedergutmachung“ für NS-Verbrechen
:Versöhnung verpflichtet

Was denken NS-Opfer über die Entschädigungsleistungen aus Deutschland? Darüber war bisher wenig bekannt. Die Interviews zeigen: Vergebung ist möglich, aber dabei geht es um viel mehr als nur Geld.

SZ PlusRezension von Robert Probst

Verkannt und ermordet
:Wer war Alois Dallmayr?

Alois Dallmayr, der Neffe des berühmten Münchner Kaufmanns, will eigentlich Psychiater werden. Stattdessen verbringt er als Patient Jahrzehnte in Anstalten – bis er ein „Euthanasie“-Opfer der Nationalsozialisten wurde.

SZ PlusVon Benedikt Karl

Patienten der Anstalt Eglfing-Haar
:Als Alois Dallmayr von den Nazis ermordet wurde

Mit Zeichnungen und Briefen versuchten der Neffe des Delikatessen-Händlers und andere, auf ihre Lage in der sogenannten Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar aufmerksam zu machen.  Über drei Schicksale und das Grauen der „Hungerhäuser“.

SZ PlusVon Barbara Galaktionow

Kriegskinder aus verbotenen Beziehungen
:Stigma und verzagtes Schweigen

Die Schicksale „unerwünschter“ Kriegskinder wurden in Deutschland lange verdrängt. Erst spät sprechen nun endlich viele über ihr Leben und ihre Traumata. Ein Buch und ein Ausstellungskatalog geben ihnen eine Stimme.

SZ PlusRezension von Ludger Heid

Holocaust-Gedenktag
:Schmerzhafte Fragen an das „Gedächtnistheater“

Nicht nur am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus offenbart sich: Das „Nie wieder“ ist zu einer Phrase geworden. Die Autorin Susanne Siegert zeigt, wie sich das Gedenken verändern muss.

SZ PlusRezension von Thomas Radlmaier

Holocaust
:Mein Onkel, der Mörder

Das Foto „Der letzte Jude in Winniza“ ist ein weltbekanntes Zeugnis des Holocaust. Lange wusste man nicht, wer der Mann mit der Waffe ist. Bis ein Ehepaar beschloss, in der eigenen Familie nachzuforschen.

SZ PlusVon Moritz Geier (Text) und Friedrich Bungert (Fotos)

Heilkräuterforschung der SS
:Himmlers Sklaven-Garten

Die SS betrieb mit Dachauer KZ-Häftlingen eine biologisch-anthroposophische „Plantage“, von der auch heute noch existierende Firmen profitierten. Die Historikerin Anne Sudrow hat die Geschichte und auch die unheilvolle Nachgeschichte dieses lange kaum beachteten Arbeitskommandos detailliert analysiert.

SZ PlusRezension von Barbara Distel

Christoph Poschenrieders Roman über „Euthanasie“-Verbrechen
:Wie die Großtante ermordet wurde

Christoph Poschenrieder erinnert im beeindruckenden Roman „Fräulein Hedwig“ an das Schicksal seiner eigenen Verwandten, die während der NS-Zeit in der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar umgebracht wurde.

Von Antje Weber

Susanne Röckels Buch „Vera“
:Wie funktioniert Erinnerung?

Die Schriftstellerin Susanne Röckel verknüpft im Buch „Vera“ ihre eigene Jugendgeschichte mit der einer Überlebenden des Massakers von Babyn Jar im Zweiten Weltkrieg. Kann das gutgehen?

Von Antje Weber

MeinungWirtschaft und Politik
:Harte Debatten müssen sein – aber immer auf dem Boden der Demokratie

Aus Angst vor der Kundschaft halten sich viele Unternehmer von politischen Debatten fern. Es war überfällig, dass der BDI-Chef in dieser Woche mit dieser Tradition gebrochen und Hilfe bei der Orientierung gegeben hat.

SZ PlusKommentar von Alexander Mühlauer

MeinungDeutschland und Polen
:Dann gibt es halt gar kein Geld

Berlin leistet vorerst keine weiteren Zahlungen an NS-Opfer im Nachbarland. Das hat vor allem mit dem Kurs zu tun, den die Rechtspopulisten dort verfolgen.

SZ PlusKommentar von Viktoria Großmann

Gedenken an NS-Opfer
:Die Kinder von Zwangsarbeiterinnen lebten nur kurze Zeit

Mit einer neuen Bronzeskulptur wird der 35 Kleinkinder gedacht, die in der Kinderbaracke in Markt Indersdorf gestorben sind. Bei der Einweihung sprechen die Generalkonsuln Polens und der Ukraine.

Von Henry Borgelt

Serious Games
:Komm, wir spielen Geschichte

Auf dem Handy kann man jetzt die Nürnberger Prozesse nachspielen, am Computer mit Fritz Bauer Nazis vor Gericht bringen. Wird Vergangenes dadurch wirklich greifbarer?

SZ PlusVon Marie Gundlach

NS-Verbrechen
:Gedenken an ermordete Patienten in Taufkirchen an der Vils

An diesem Dienstag wird im Wasserschloss auf dem Gelände des Bezirkskrankenhauses an die Opfer der „Euthanasie“ erinnert.

Von Wieland Bögel

Neue Biografie über Hermann Göring
:Massenmord und Ritterspiel

Der Journalist Andreas Molitor porträtiert die NS-Größe Hermann Göring, der für die Ausbeutung der Sowjetunion zuständig war. Einige Kindheitserlebnisse werden jedoch für den späteren Verbrechensweg arg überinterpretiert.

SZ PlusRezension von René Schlott

Liberation Concert in der Erzabtei St. Ottilien
:Gedenken an das Orchester der Shoah-Überlebenden

Vor 80 Jahren spielten ehemalige KZ-Häftlinge in St. Ottilien das erste Befreiungskonzert. Seit 2018 erinnert eine Reihe an dieses bewegende Ereignis wenige Wochen nach Ende des Zweiten Weltkriegs.

Von Jutta Czeguhn

Jahrestag des Überfalls auf Polen
:„Polen zuerst“ – der neue Präsident macht Ernst

Seit seinem Amtsantritt vor vier Wochen befeuert Karol Nawrocki die nationalistische Stimmung im Land. Er blockiert Hilfen für ukrainische Flüchtlinge und fordert nun, pünktlich zum Weltkriegsgedenken, Reparationen von Deutschland.

SZ PlusVon Viktoria Großmann

Biografie über Erich von dem Bach-Zelewski
:Himmlers Massenmörder

Erich von dem Bach-Zelewski war im besetzten Osteuropa für den Tod Hunderttausender verantwortlich. Seine Strategie der Selbstinszenierung als „Problemlöser“ half ihm auch nach 1945.  Jan Kreutz hat nun die zahllosen Selbstzeugnisse des SS-Offiziers ausgewertet und eine erhellende Biografie vorgelegt.

SZ PlusRezension von Stephan Lehnstaedt

MeinungPrantls Blick
:Auschwitz: Ein deutscher Mord

Vor sechzig Jahren fällte das Landgericht Frankfurt die Urteile im ersten Auschwitz-Prozess: Es waren Blicke ins Labyrinth der Schuld. Und: An Auschwitz scheitert jede Gewissheit.

SZ PlusVon Heribert Prantl

„Hilfswerk 20. Juli 1944“
:Lobbyisten für NS-Opfer

Gleich nach dem Krieg fand sich das Hilfswerk für die Hinterbliebenen des 20. Juli 1944 zusammen. Rainer Volk erzählt die Geschichte eines hartnäckigen Kampfs.

Rezension von Robert Probst

Biografie über Robert Servatius
:Der Lobbyist der NS-Verbrecher

Der Jurist Robert Servatius verteidigte in Nürnberg und Jerusalem NS-Größen mit immer gleicher Taktik. Und er verteidigte sich damit auch selbst, schreibt sein Biograf Dirk Stolper.

SZ PlusRezension von Knud von Harbou

Biografie über Armin Mohler
:Wegbereiter für die Neue Rechte

Mit seiner Schrift über die „Konservative Revolution“ traf Armin Mohler in der Bonner Republik den Nerv derer, die dachten, ein bisschen Faschismus schadet nicht. Maik Tändlers Biografie zeigt eindrucksvoll, wie heute rechtsintellektuelle Netzwerke auf Mohlers Thesen aufbauen.

SZ PlusRezension von Claus Leggewie

NS-Terror in Stadelheim
:Abschiedsbriefe aus der Todeszelle

Vor der Hinrichtung schrieben Opfer des NS-Regimes letzte Worte an ihre Angehörigen – aber die Haftanstalt schickte sie nicht weiter.  Nun soll die Suche nach den Hinterbliebenen beginnen, damit die Briefe doch noch ankommen.

NS-Raubkunst
:„Zu einem Spottpreis erworben“

Das Georg-Kolbe-Museum in Berlin plant ein großes Gedenkprojekt rund um den „Tänzerinnen-Brunnen“. Dann stellt sich heraus: Es handelt sich um Raubkunst. Doch der Direktorin fällt es schwer, das zuzugeben.

SZ PlusVon Jörg Häntzschel

Kriminalität
:Würzburger „Denkort Deportationen“ beschädigt

Unbekannte haben an der Gedenkstätte vor dem Würzburger Hauptbahnhof einen der dort aufgestellten Koffer entwendet. Das Mahnmal erinnert an das Schicksal der Jüdinnen und Juden, die während der NS-Herrschaft in Unterfranken verschleppt und ermordet wurden.

NS-Verbrechen
:Ein Stein als Erinnerungsstütze

Wo Adolf Hitler 1939 den Überfall auf Polen verkündete, ist ein Gedenkstein enthüllt worden – allerdings nur als Provisorium. Das schon lange geplante Denkmal lässt auf sich warten.

Von Daniel Brössler

Orte mit Nazi-Vergangenheit
:Spuren der Tyrannei in München

Die Villa eines berühmten Schriftstellers, die zum Lebensborn-Heim wurde, eine Grundschule, in der ein Bombensuchkommando aus KZ-Häftlingen hauste, oder ein paar Meter ziviler Ungehorsam in der Stadtmitte: acht Orte mit düsterer NS-Geschichte.

SZ PlusVon Katja Schnitzler

Erinnerungskultur
:Dem Unrecht einen Klang geben

Die Berliner Philharmoniker erinnern an die Schicksale von vier jüdischen Mitgliedern des Orchesters – mit Stolpersteinen und einem Konzert.

SZ PlusVon Wolfgang Schreiber

NS-Dokumentationszentrum in München
:Warum Gedenken die Gegenwart im Blick haben muss

Bei der Wiedereröffnung des NS-Dokuzentrums erklärt Leiterin Mirjam Zadoff  ihre Auffassung von Erinnerungsarbeit. Und  Oberbürgermeister Dieter Reiter laufen Schauer über den Rücken.

Von Martina Scherf

NS-Dokumentationszentrum in München
:Tatort und Erinnerungsort: Warum Geschichte nie vergeht

Vor zehn Jahren eingeweiht, öffnet das NS-Dokumentationszentrum in München am 80. Jahrestag des Kriegsendes nach fünfmonatigem Umbau erneut seine Türen. Besucher werden überrascht sein.

Von Martin Bernstein

Die Deutschen und die NS-Zeit
:Die dunklen Ecken der Erinnerungskultur

Die meisten Deutschen halten sich 80 Jahre nach Kriegsende zugute, sich der Vergangenheit gestellt zu haben. Mitnichten, sagen die Autoren zweier neuer Bücher. Sie handeln von Selbstgefälligkeit, Selbsttäuschung und vom Unwillen zu trauern.

SZ PlusRezension von Sebastian Schoepp

Erinnerungskultur
:„Den roten Faden der Vergangenheit dürfen wir nicht loslassen“

Das Internationale Dachau-Komitee wurde von ehemaligen KZ-Häftlingen gegründet und ist bis heute ihr Sprachrohr – das soll es auch bleiben, wenn der letzte von ihnen nicht mehr da ist. Dominique Boueilh, Präsident des Komitees und Sohn eines Überlebenden, über den Umgang mit der Erinnerung und die Aufgabe, das Vermächtnis der Zeitzeugen zu bewahren.

SZ PlusInterview von Ayça Balcı und Léonardo Kahn

Erinnerungskultur
:„Die Todesmärsche brachten den Völkermord direkt vor die Haustür gewöhnlicher Deutscher“

Der Historiker Daniel Blatman beschreibt die Todesmärsche von KZ-Häftlingen als letzte Phase des Genozids an den Juden in Deutschland. Neben dem Schicksal Tausender Opfer befasste er sich mit der Frage, wie sich dabei die Bevölkerung verhielt.

SZ PlusInterview von Peter Bierl

Deutsche Geschichte
:Mehrheit hält AfD für unwählbar

Das Wissen um die NS-Verbrechen sensibilisiert laut einer Studie viele Deutsche für die Gefahr durch Rechtsextremismus. Zugleich haben antisemitische und geschichtsrevisionistische Haltungen zugenommen.

80 Jahre Kriegsende
:Das vergessene Grauen von Hersbruck

Anfang April 1945 schickte die SS 3000 Häftlinge aus dem Konzentrationslager Hersbruck nach Dachau. Sowohl das Lager als auch die Todesmärsche aus den letzten Wochen des Krieges sind vielerorts in Vergessenheit geraten. Über den Kampf um ein angemessenes Erinnern.

SZ PlusVon Linus Freymark

Recherche- und Ausstellungsprojekt zu München nach 1945
:Wie die Nachkriegsjahre Spuren hinterlassen haben

Das Recherche- und Ausstellungsprojekt „Ein Haus ohne Mauern bauen“ im Amerikahaus und anderswo beschäftigt sich künstlerisch mit der Nachkriegszeit.

SZ PlusVon Oliver Hochkeppel

Stefan Kühl: „Führung und Gefolgschaft“
:Fließender Übergang zwischen Nationalsozialismus und Demokratie

In der niedersächsischen Provinz wurden bis in die Achtzigerjahre Zehntausende deutsche Manager geschult – von Reinhard Höhn, einem einstigen NS-Staatsrechtler. Der Soziologe Stefan Kühl hat die Geschichte der Ausbildung von Führungskräften in der BRD erforscht.

SZ PlusVon Thomas Steinfeld

Hitlers Schriften auf Französisch
:„Hass voll glühender Schwärze“

Der Autor ist seit 80 Jahren tot, doch seine Sprache der Gewalt und Propaganda ist geblieben. Der französische Übersetzer Olivier Mannoni entlarvt die Worthülsen aus „Mein Kampf“ und warnt eindringlich vor neuen Gefahren durch Sprachperversion.

SZ PlusRezension von Clemens Klünemann

Doppelbiografie zur Weißen Rose
:Von der Freiheit des Geistes

Die Wahrnehmung der Weißen Rose wird nach wie vor von den Geschwistern Scholl dominiert. Christiane Moll zeigt, welchen entscheidenden Einfluss Alexander Schmorell und Christoph Probst auf die Widerstandsgruppe hatten.

SZ PlusRezension von Hans Günter Hockerts

Kunstinstallation im Rosental
:Erinnerung an das Kaufhaus Uhlfelder und seine jüdischen Besitzer

Wo heute das Stadtmuseum mit der Artothek ist, gingen die Münchner früher zum „Uhlfelder“ shoppen. Eine Kunstinstallation erinnert nun an den Erfolg des Kaufhauses – und das Unrecht, das die Nazis den jüdischen Besitzern antaten.

SZ PlusVon Evelyn Vogel

Holocaust-Überlebender
:Warum ich wieder Deutscher werden will

Er war noch ein Kind, als er mit seiner Familie vor den Nazis fliehen musste, von Karlsruhe nach New York. Jetzt hat sich Peter Barth wieder einbürgern lassen. Über einen Neuanfang mit 87 und das Ende einer lebenslangen Demütigung.

SZ PlusVon Boris Herrmann

Rechte Sprache und Symbolik
:„Das Spiel mit NS-Rhetorik gehört zur AfD-Strategie“

Die AfD betreibt schon seit Langem gezielte Holocaust-Verharmlosung. Was den Leiter der KZ-Gedenkstätte Buchenwald, Jens-Christian Wagner, aber noch mehr beunruhigt: der Umgang mit Erinnerungskultur im Wahlprogramm der Union.

SZ PlusInterview von Peter Laudenbach

Krankenmorde in der Nazizeit
:„Deutlich über 500 Menschen sind deportiert worden“

80 Jahre nach dem Ende der NS-Zeit unternimmt das oberbayerische Bezirksklinikum in Wasserburg einen neuen Versuch der Aufarbeitung. Chefarzt Peter Zwanzger spricht über die Vergangenheit und die Zukunft des Gedenkens.

SZ PlusInterview von Matthias Köpf

Kunstaktion
:Weiße Koffer sollen an ermordete Juden erinnern

Der Künstler Wolfram Kastner will mit Installationen vor Wohnhäusern in Schwabing der jüdischen Münchner gedenken, die von Nationalsozialisten verschleppt und getötet wurden. Bürger sind zum Mitmachen aufgerufen.

Von Bernd Kastner

Fotos aus Auschwitz-Birkenau
:Dekonstruktion von Ikonen

Das berühmte „Album aus Auschwitz“ zeigt ungarische Juden bei der Selektion an der Rampe aus Perspektive der SS. Drei Forscher ordnen die Fotos, die vielfach unser Bild vom Holocaust prägen, historisch und quellenkritisch ein. Und erklären, was auf den Aufnahmen fehlt.

SZ PlusRezension von Robert Probst

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