Rechte Franzosen wollen Muslime durch ein Gelage in Paris provozieren - es soll Schweinefleisch und Wein geben. Nicht nur der Bürgermeister rechnet mit Ausschreitungen.
Ort und Zeit sind perfide gewählt. Ein Bündnis von Franzosen ruft für Freitag zu einer Freiluftparty im Pariser Einwandererviertel La Goutte-d'Or auf. "Saucisson et pinard", Wurst und Wein soll es geben - Schweinefleisch und Alkohol also. Mit dem Gelage wollen die Organisatoren gegen eine Islamisierung des Viertels protestieren. "Ursprüngliche Franzosen" fühlten sich dort nicht mehr zu Hause, sagt eine Frau, die unter dem Tarnnamen Sylvie François im sozialen Netzwerk Facebook zu der Fete aufruft. Man könne hier nicht mehr in Ruhe sein Glas Wein trinken, "und wenn eine Frau kein Kopftuch trägt und ein bisschen elegant gekleidet ist, wird sie schräg angeschaut." Schlimm sei es an Freitagen, wenn betende Muslime ganze Straßen versperrten, diese "Gegner unserer Weine und unserer Wurstwaren".
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"Goldtropfen" bedeutet der Name des Viertels und einer gleichlautenden Straße. Das Zusammenleben gestaltet sich weniger harmonisch, als es der Name verspricht. (© AP)
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Die Aktion mag albern wirken, doch sie birgt Sprengkraft. Denn der kommende Freitag ist mehr als nur der wöchentliche Feiertag der Muslime. Es spielt auch noch Algerien bei der Fußballweltmeisterschaft, was die Stimmung in den Einwanderervierteln aufheizt. Zudem jährt sich am Freitag zum 70. Mal der Tag, an dem Charles de Gaulle die Franzosen aufrief, den deutschen Invasoren Widerstand zu leisten. Darauf beruft sich die provokative Party-Bewegung. Frankreich laufe Gefahr, vom Islam erobert zu werden, behauptet die extrem rechte Gruppe Bloc Identitaire - sie benutzt ein Wildschwein als Logo. Nun möchte sie eine neue Résistance einleiten, zunächst einmal mit Schwein und Wein.
Der Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoë fürchtet Schlimmes: "Alles wirkt so geplant, dass es zu Ausschreitungen und sogar Gewalt kommen muss." Die Polizeipräfektur bestellte daher am Dienstag die Organisatoren ein, am Abend erließ sie ein vorläufiges Verbot des Umtrunks. Die Veranstalter aber wollen sich damit nicht abfinden und die Gerichte anrufen. Falls ihre Fete endgültig untersagt wird, werden sie sicher behaupten, La Goutte-d'Or sei zu einer islamischen Enklave geworden.
"Goldtropfen" bedeutet der Name des Viertels und einer gleichlautenden Straße. Er soll von der Farbe des Weins kommen, der hier einst angebaut wurde. Die Arbeitergegend zwischen dem Montmartre und dem Nordbahnhof gilt traditionell als zwielichtig. Émile Zola wählte sie zum Schauplatz seines Romans Der Totschläger, um anzuprangern, wie soziale Verwahrlosung und der Alkohol die Menschen zerstören. Später wurde die Gegend zur Anlaufstelle armer Einwanderer aus Nord- und Westafrika.
Gläubige Muslime dürften die Massenparty als Schweinerei empfinden
Mit seinen Menschen aus Dutzenden Nationen, nordafrikanischen Lokalen, Halal-Metzgern, die nach islamischen Vorschriften erzeugtes Fleisch verkaufen, Ständen voller exotischer Früchte, muslimischen Gebetshäusern, Obdachlosen, Schwarzhändlern und Drogendealern wirkt La Goutte-d'Or kosmopolitisch und problematisch zugleich. Gewiss gibt es hier viele Missstände, versuchen manche Islamisten, eine Gegenwelt zum laizistischen Frankreich zu schaffen. Ebenso gewiss aber ist, dass eine provokative Massenparty die Lage verschlimmert. Gläubige Muslime dürften sie, um im Bild zu bleiben, als Schweinerei empfinden.
Hasserfüllt und rassistisch sei die geplante Fete, warnt Fadela Amara, die französische Staatssekretärin für Stadtentwicklung. Andere rufen ebenfalls über Facebook zum Gegengelage auf. Statt Schwein und Wein soll es dort Halal-Fleisch und grünen Tee mit Minze geben.
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(SZ vom 16.06.2010/dana)
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Die Muslime, die in den entsprechenden Vierteln Frankreichs (z.B.), wo es viele Muslime gibt, den Ton angeben wollen, leider mit Erfolg, ist die Minderheit der "Einzig-Rechtgläubigen", sie verursachen den zwischenmenschlichen Dreck. Das machen sie genauso in ihren Heimatländern. Deren Bewegung fing zuerst in den Heimatländern an, zu Zeiten des Auftretens Khomenis auf der Weltbühne. Plötzlich waren Nachbarn die besseren Muslime, weil sie strickter den Koran auslegten. Die Mode änderte sich, man trug nicht mehr die übliche einheimische traditionelle Kleidung, sie wurde plötzlich grau und schwarz, östlicher. In dieser kleinen Gruppe waren natürlich auch Immigranten, die es wichtigtuerisch mit nach Europa nahmen. Man machte jetzt alles öffentlich, das so weit ging, dass man auf der Autobahn anhielt und auf dem Streifen sein Gebet machte. Und so ging es weiter. Das Dingen drehte sich sogar, ab den 90-ern kam die Bewegung umgekehrt aus Europa zurück in die Heimatländer. Jetzt bestimmen sie als Minderheit die Verhaltensweisen der Mehrheitsgesellschaft dort, weil alle glauben, da muss ja etwas dran sein. Die Allgemeinheit trägt jetzt Kleidung aus dem Iran, Saudi-Arabien, ausser der immer schon üblichen europäischen Kleidung bei den Männern, aber keine nationale traditionelle Kleidung, sie ist total aus dem Bewusstsein verschwunden. Auf Fotos, die ca. 25 Jahre und älter sind, erkennt man plötzlich, dass man ja gar nicht mehr seine angestammte Kleidung trägt.
So - und das wollen sie jetzt in Europa auch so machen, sie wollen vorgeben, wie man zu leben hat, wohlbemerkt diese Minderheit der Muslime. Aber sie lehrt den säkularen Muslimen das Fürchten, also werden diese im Zweifelsfalle Partei für diese Mischpoke ergreifen. Der Effekt ist, der Unfrieden wird bis zum Unerbittlichen steigen. Das ist der Sinn dieser Bewegung. Sie träumen im Ernst, dass eines Tages der Islam die Welt umspannen wird. Es ist eine Minderheit, aber mit einem Schneeballeffekt.
Zurück zum Alkohol. Auch hierbei das gleiche. Eine sehr großer Anteil der männlichen Muslime in Europa und ein bisschen weniger in ihren Heimatländern trinken Alkohol. Und eine Minderheit der Alkoholtrinkenden neigen extem zur KO-Sauferei. Das kommtz aus dem Bewusstsein, weil es verboten ist, "müssen wir schnell und viel machen, damit es hinter uns ist". Also das ist keine nichtmuslimische Unart.
:-))))))))))))))))))
"Wer lesen aknn, ist klar im Vorteil. "
Wer schreiben kann, erst recht.
Nöö, lieber ploxystar, um "unhaltbare" Zustände abstellen zu können braucht man erstmal Zahlen und muss dann genauestens erforschen, wie es ursächlich zu diesen Zuständen und Zahlen kam.
Ohne das Problem an der Wurzel zu erforschen, nutzen ihnen alle Zahlen nichts.
Mal vereinfacht, damit sie das verstehen: es nützt ihnen gar nix, wenn sie messen können, dass ein Patient Fieber hat, aber keinen blassen Dunst, wodurch genau das Fieber verursacht wurde.
"Ich habe nie von Ursachen gesprochen. Immer nur von der IST-Lage."
DAS ist ja das Problem mit Ihnen! :-))))))
Immer bereit eine bestimme Gruppe zu bezichtigen ohne einmal darüber nachzudenken was dahintersteckt. Genau solche Leute meinte ich, als ich gegenüber donata vom fehlenden Willen diverser Foristen sprach, auftretende Probleme tatsächlich lösen zu wollen.
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