Nach dem Rückzug von Hamburgs Bürgermeister pocht SPD-Landeschef Olaf Scholz auf Neuwahlen. Ein Gespräch über die CDU von Ole von Beust, dessen designierten Nachfolger - und eine gemeinsame Zukunft von SPD und Grünen.
Olaf Scholz gilt als Chef der Hamburger SPD als sicherer Spitzenkandidat der Sozialdemokraten bei der nächsten Bürgerschaftswahl. Der Bundestagsabgeordnete aus Hamburg-Altona hat die Sozialdemokraten in der Hansestadt wieder geeint und in Umfragen nach vorne gebracht.
"Herr von Beust hat viele brüskiert": SPD-Landeschef Olaf Scholz ist mit dem Abgang des Ersten Bürgermeisters nicht einverstanden. (© AP)
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sueddeutsche.de: Herr Scholz, oft wird Politikern vorgeworfen, dass sie an der Macht kleben. Verdient es nicht Respekt, dass Ole von Beust nun sagt, seine Zeit sei gekommen?
Olaf Scholz: Nein. Denn dann hätte er sagen müssen "Meine Zeit ist gekommen, weil ich den politischen Rückhalt verloren habe." Er ist aber als Bürgermeister zurückgetreten, weil er keine Lust mehr hatte.
sueddeutsche.de: Es ist aber in Deutschland durchaus üblich, dass der Ministerpräsident während der Legislaturperiode wechselt. Auch in SPD-Regierungen kam das schon öfter vor.
Scholz: Aber nur, wenn einem Regierungschef der politische Rückhalt abhanden gekommen ist oder wenn er zu alt ist und die Bürger sich bei der Wahl schon gedacht haben, dass die Nachfolgefrage demnächst geklärt wird. Das alles ist hier nicht der Fall. Herr von Beust hat viele düpiert. Die Frage der Neuwahlen ist eine Demokratiefrage - und da liegt der Ball nun im Garten der Grünen.
sueddeutsche.de: Sie waren schnell zur Stelle und haben Neuwahlen gefordert. Dabei hat Schwarz-Grün noch eineinhalb Jahre eine komfortable Mehrheit in der Bürgerschaft. Glauben Sie, dass die Koalition auf ihre Forderung eingehen wird?
Scholz: Wie wohl alle Bürger in dieser Stadt denke ich, dass der Rücktritt des Bürgermeisters überraschend zustande gekommen ist. Bei der Wahl haben viele Hamburger gar nicht die CDU gewählt, sondern Herrn von Beust. Das Gleiche gilt für die Grünen: Die haben auch nicht gedacht, dass es so bald vorbei sein wird, als sie den Koalitionsvertrag unterschrieben haben. Deswegen kann man jetzt nicht einfach so weitermachen und so tun, als sei nichts gewesen. Es darf nicht über die Köpfe der Bürgerinnen und Bürger eine Entscheidung getroffen werden.
sueddeutsche.de: Wie werden die Grünen mit der Situation nun umgehen?
Scholz: Ich will nicht spekulieren. Jeder hat hier seine Verantwortung für die Demokratie in Hamburg. Ich weiß nur: Wenn es weiter gehen sollte mit der schwarz-grünen Koalition, dann wird das eine sehr quälende Veranstaltung für alle Hamburger.
sueddeutsche.de: Wenn die Koalition hält, wird voraussichtlich der derzeitige Innensenator Christoph Ahlhaus neuer Regierungschef. Was halten Sie vom neuen Mann an der Spitze?
Scholz: Herr Ahlhaus hat eine Karriere als politischer Funktionär hinter sich gebracht. Trotz aller harten Sprüche, hat er in der Frage der inneren Sicherheit eine schlechte Bilanz aufzuweisen. Er hat an der Polizei gespart, obwohl die Gewalt in Hamburg eskaliert. Das ist keine Empfehlung für das Amt des Ersten Bürgermeisters.
sueddeutsche.de: Werden Sie Christoph Ahlhaus herausfordern?
Scholz: Die Hamburger SPD wird rechtzeitig vor der nächsten Bürgerschaftswahl einen Spitzenkandidaten nominieren. Ich werde als Landesvorsitzender dazu auch einen Vorschlag machen. Wenn es schnell gehen muss, dann geht es ganz schnell.
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Auch wenn ich absoluter Gegner dieser Regierung bin, diese Aussage kommentiere ich dann so: "Und was hat die SPD mit Gerhard Schröder gemacht und wie verhält sich die SPD mit den selben Protagonisten die immer noch das Wort führen?" Selber im eigenen Hof kehren und Perspektiven zeigen, der Schröder Partei Deutschlands (früher stand SPD für Sozialdemokratische Partei Deutschlands) traue ich immer noch nicht über den Weg. Steinmeier als Berater Schröders gilt für mich auf keinen Fall als sozialdemokratisch, genauso wie der Rest der Truppe aus der Rot/Grünen Zeit.
....den gibts auch noch.Und natürlich sagt er in dem Interview genau das,was ich zuvor dachte,was er wohl sagen würde zum Thema....
Es ist eigentlich schon dreist,sich über mangelndes Politik/Demokratieinteresse zu beschweren,wenn man selber solche -sowas von durchsichtigen-Manöverchen startet.
Es ist wie bei Winnie Poo....mein Kind drückt den Knopf und er sagt "Komm,lass uns was zu naschen suchen."....Wo haben Politiker eigentlich diesen Knopf zum Ein/Ausschalten????....es ist alles sooo durchschau-/vorhersagbar
Also, dass Gerhard Schröder nicht die politische Verantwortung für sein "Vollversagen (wie Sie es ausdrücken) übernommen hat, ist ja nun mit Verlaub gesagt absolouter Quatsch.
Er hat jedenfalls, ganz im Gegensatz zu den jetzigen Verantwortlichen in Hamburg, Neuwahlen angestrebt (und auch verloren)!
Es ist schon fast lachhaft, wenn es nicht so traurig wäre, das ein Apparatschik und Berufsfunktionär wie Herr Scholz, Herrn Althaus die Fähigkeit zum Bürgermeister abspricht, weil Zitat "Herr Ahlhaus hat eine Karriere als politischer Funktionär hinter sich".Wann überrascht uns die SPD endlich mit klugen Köpfen und Kommentaren und nicht immer wieder mit dieser eingeschnappten Finktionärsrethorik und pawlowschen Reflexen auf Änderungen im politischen Leben. So wird das wohl nichts mit dem politischen Wechsel. Berufspolitiker und einäugige Funktionäre haben wri genug, darum sind die Grünen im Moment so anktuell, weil einige von Ihnen noch etwas anders rüberkommen, aber bei Frau Roth oder Hern Trittin ist auch schon jede
Objektivitöt und Spontanität verschunden, schade.
Gerhard Schröder hat es vorgemacht, durch Hartz IV den Rückhalt in der Partei und im Volk verloren, die letzte demokratische Partei des neunzehnten Jahrhunderts fast ruiniert, der Wirtschaft in den A…. gekrochen Wahlen verloren und abgetreten ohne die politische Verantwortung für sein Vollversagen zu übernehmen. Mit einer solchen Liste an Gründen zur Missachtung können die sechs CDU Granden nicht auftreten, auch wenn Roland Koch als brutalst möglicher Aufklärer bei der CDU Spendenaffäre schon eine peinliche Nummer war, aber Herr Scholz hat ja nun wirklich allen Grund für eine Sendepause, hat er doch Hartz IV brav abgenickt und will es heute nicht gewesen sein. Wenn man sich die ganze politische Kaste einmal ansieht würde ich von denen weder einen Gebrauchtwagen noch eine Versicherung kaufen. Schade eigentlich für eine Demokratie die durch soviel Elend und Blutvergießen erkauft wurde und von solchen gekauften Lobbyisten zerstört wird. Aber das ist spätestens seit dem Lambsdorf Tietmeier Papier so, die Wirtschaft kauft sich ihre Abnicker, die kommen in allen Parteien hoch und Menschen die Politik für den Wähler und somit für das Volk machen wollen bleiben auf der Strecke, das wird sich irgendwann rächen, aber man hat aus der Geschichte anscheinend nichts, aber auch gar nichts gelernt ob nun mit oder ohne Grundschule bis zur klasse 6, einfach nur traurig.
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