Die CSU und die CDU-Arbeitnehmer attackieren Bundesgesundheitsminister Rösler wegen der geplanten Kopfpauschale. Die FDP kontert: Söder denkt nur an Bayern.
Sie steht zwar im Koalitionsvertrag, sorgt aber dennoch für Zwist in der Schwarz-gelben Koalition: Die geplante Kopfpauschale bringt CSU und CDU-Arbeitnehmerflügel gegen den neuen Gesundheitminister Philipp Rösler (FDP) auf.
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Gegenwind aus der eigenen Koalition: Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) wird wegen der geplanten Kopfpauschale von CDU und CSU kritisiert. (© Foto: dpa)
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Der bayerische Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) forderte Rösler auf, die Idee einer einkommensunabhängigen Pauschale zur Finanzierung des Gesundheitswesens aufzugeben und sich stattdessen mit den drängenden Problemen der aktuellen Gesundheitsfinanzierung zu beschäftigen. "Wir sollten jetzt nicht über eine Kopfpauschale diskutieren, sondern über die grundlegende Reform des Gesundheitsfonds. Erst das Naheliegende tun, dann das weit Entfernte", sagte Söder dem Handelsblatt. "Vor uns liegt ein Berg von Problemen in der Gesundheitspolitik."
"Wir dürfen uns jetzt nicht allein mit der Besetzung von Kommissionen aufhalten", sagte Söder. Rösler bereitet derzeit die Einsetzung einer Regierungskommission vor, die die Reform ausarbeiten soll. Der von Rösler angestrebte Pauschalbeitrag der Arbeitnehmer unabhängig vom Einkommen sei nicht realisierbar, kritisierte Söder.
Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Ulrike Flach, verteidigte Rösler. Er nehme sich die nötige Zeit. Söder wolle nur Bayern besserstellen.
Gegen die Gesundheits-Reformpläne von Minister Rösler meldet nun nicht nur die CSU, sondern auch der Arbeitnehmerflügel der CDU Widerstand an. Die Beiträge zur Krankenkasse müsse auch künftig "in Abhängigkeit vom Einkommen erhoben werden", erklärte der Bundesvorstand der CDU-Sozialausschüsse am Montag in Berlin.
Rösler will dagegen die Beiträge vom Einkommen entkoppeln. Der Arbeitnehmeranteil soll mittelfristig als einheitliche Pauschale erhoben werden. So steht es auch im Koalitionsvertrag. Dort ist auch vereinbart, den Arbeitgeberbeitrag einzufrieren.
Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA), der Arbeitnehmerflügel der CDU, erklärte dagegen: "Wir halten die paritätische Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung für richtig." Paritätisch bedeutet, Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen jeweils die Hälfte. Das Prinzip wurde allerdings bereits 2005 aufgeben.Seitdem zahlen die Arbeitnehmer einen Sonderbeitrag von 0,9 Prozentpunkten alleine.
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(dpa/AP/jab/bica)
Und Rösler als deren größter Lobbyist.....!
Stimmt! Statt gegen die Pharmaindustrie vorzugehen, wird diese noch unterstützt - siehe Schweinegrippe - ! Da kaufen die Regierungen gleich tonnenweise Impfstoff auf Steuerzahlerkosten.
1 % des Budgets der Phamraindustrie gehen in die Entwicklung neuer Produkte!!!!
Der größte Haufen - über 75 % erhält das Marketing - hierzu gehört auch die "Entlohnung" von Ärzten und Lobbyisten.....
Ein Münchner Gericht hat hierzu geurteilt, dass es sich um Bestechung handelt!
"Genauso unbestritten ist auch, dass ein persönliches Risikoprofil bei der Berechnung der Beiträge zwingend notwendig ist."
Mitnichten ist das "unbestritten"!! Es ist schlicht Unfug. Denn wie auch Sie verkennen, handelt es sich um ein SOLIDARISCHES System (nuja den Rest davon...). Und das schließt nunmal aus, dass "Risikoprofile", sprich Ausgrenzung von bestimmten Menschen gemacht wird. Niemand kann z.B. etwas gegen eine genetische Veranlagung für bestimmte Krankheiten! Etwas anderes ist es natürlich bei Dingen, die eigentlich vermeidbar wären, sprich Rauchen, massives Übergewicht, Sportabstinenz und und und. Aber auch da bin ich strikt dagegen, weil es in der Masse nichts bringt, außer vielleicht einem Wachstum an Denunziantentum.
Ebensowenig wie das Betreiben von "Risikosportarten", was alle Jahre wieder aufkommt. Das ist alles Quatsch! Jemand, der Sport treibt, ist im Schnitt Lichtjahre besser für das solidarische System als alle anderen... am schlimmsten ist, was die reinen KOSTEN angeht, übrigens der Bolzplatzfußball. Der mit Sicherheit NICHT als Risikosportart gilt.
Also schön auf dem Teppich bleiben! Wenn man (was leider unrealistisch ist) die Pharma-Mafia und bestimmte Ärzte-Lobbies trockenlegen würde, dann wäre plötzlich wieder massiv Geld da. DA müsste rangegangen werden, nirgendwo sonst. Dumm nur, dass der Gesundheitsminister mit der größte Lobbyist für genau diese Klientel ist...
sind klar: Gleichmachen der Beiträge für Alle und Einfrieren, also noch stärkere Entlastung, der Arbeitgeberbeiträge.
Zur Finanzierung wird wieder der Steuerzahler herangezogen, der schon die Niedriglohnaufstocker bezahlen soll.
Damit das Ganze auch im Sinne der reichen Oberschicht funktioniert müssen dann natürlich die direkten Steuern (EK, Vermögens, Kapital, Erbschaftssteuern) zu Lasten der indirekten Steuern (MWST, Verbrauchssteuern, Maut etc) heruntergefahren werden.
Nur so wird gewährleistet, dass die Mehrheit im Lande, also die Unter- und Mittelschicht, ja selbst die Ärmsten steuerlich gerupft werden.
Solange das Gesundheitssystem ein solidarisches war funktionierte es. Seitdem es sich immer mehr dem privaten Markt öffnet ist es fast pleite. Da sagt uns der Marktradikale, dass er den ganzen Kuchen haben will, weil es so "ja nicht weiter gehen kann".
Und sagen Sie doch bitte die ganze Wahrheit: Ein "Risikoprofil" beschränkt sich ja nicht darauf Raucher und Extremsportler ausfindig zu machen, sondern selektiert in erster Linie Opfer von schweren Krankheiten und erblich vorbelastete (entsprechende Drohungen bei Falschangaben kann man sich jetzt schon anschauen, wenn man z.B. eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschliessen gedenkt!) aus dem System.
Was viele nicht verstehen (wollen): Unser derzeitiges Gesundheitssystem ist nahezu pleite.
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Aha, so ist das also. Können Sie Kennzahlen benennen?
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