G 7 Trumps Berater droht Trudeau mit Jüngstem Gericht

Da war die Welt offenbar noch in Ordnung: Trump und Trudeau beim G-7-Gipfel in Kanada.

(Foto: dpa)
  • Der kanadische Ministerpräsident Trudeau sagte am Samstag, die US-Strafzölle gegen die EU und Kanada, seien "etwas beleidigend".
  • US-Präsident Trump zog daraufhin seine Zustimmung zur G-7-Abschlusserklärung zurück.
  • Seine Berater legten am Sonntag nach: Sie werfen Trudeau Heimtücke vor und drohen mit dem Jüngsten Gericht.

Das Weiße Haus hat dem kanadischen Ministerpräsidenten Justin Trudeau Heimtücke vorgeworfen. Trudeau "hat uns wirklich irgendwie in den Rücken gestochen" sagte US-Präsident Donald Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow am Sonntag bei CNN. Er bezog sich dabei auf die Äußerung von Trudeau nach dem G-7-Gipfel, Kanada lasse sich von den USA nicht herumschubsen. Vielmehr sei es Kudlow zufolge andersherum: Trump werde sich nicht von Trudeau herumschubsen lassen. Der Kanadier habe seinem Land keinen Dienst erwiesen, als er die USA für die Auseinandersetzungen wegen der Zölle verantwortlich machte.

Trump hatte nach seiner Abreise sein Ja zur gemeinsamen Erklärung der G-7-Staaten mit der Begründung zurückgezogen, Trudeau habe "falsche Aussagen" getätigt. Trudeau habe sich zwar "sanftmütig" bei den Zusammentreffen mit ihm gezeigt. Nachdem er abgereist sei, habe er aber gesagt, dass die US-Strafzölle "etwas beleidigend" seien. Das sei "unehrenhaft und schwach", twitterte Trump. Kanada konterte, Trudeau habe nichts gesagt, was er nicht schon zuvor geäußert habe - in der Öffentlichkeit und in privaten Gesprächen mit dem US-Präsidenten. Diese Aussagen sind auch belegt.

Dessen ungeachtet drohte auch Trumps Handelsberater Peter Navarro Trudeau mit dem Jüngsten Gericht. "Es gibt einen besonderen Ort in der Hölle für alle ausländischen Führer, die gegenüber Donald Trump arglistige Diplomatie betreiben und versuchen, ihn in den Rücken zu stechen, wenn er zur Tür geht", sagte Navarro dem Fernsehsender Fox. Die Gipfel-Erklärung, der Trump zunächst selbst zugestimmt hat, nannte Navarro ein "sozialistisches Kommuniqué".

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