Gesundheitsminister Rösler räumt Fehler der Liberalen ein und stellt sich vor Parteichef Westerwelle. Die Verantwortung für das Umfragetief müsse die FDP "insgesamt tragen" - die neue Forsa-Erhebung zeigt keine Besserung.
Der in den eigenen Reihen umstrittene FDP-Chef Guido Westerwelle erhält Schützenhilfe von einem anderen prominenten Liberalen: Demonstrativ hat sich Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler vor Westerwelle gestellt. Im Morgenmagazin des ZDF sagte Rösler, die Frage eines Rücktritts Westerwelles stelle sich für die FDP "definitiv nicht". Die Freidemokraten hätten "einen guten Vorsitzenden, das sieht die große Mehrzahl auch unserer Mitglieder", so Rösler. Eine Erhebung hatte unlängst dieses Meinungsbild erbracht.
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In Bedrängnis, aber nicht ohne Freunde: FDP-Chef Guido Westerwelle erhällt Rückendeckung von Gesundheitsminister Philipp Rösler. (© dapd)
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Der Minister sagte über seinen Kabinettskollegen, keiner könne "so gut Wahlkämpfe führen" wie der Vizekanzler. Das habe der Außenminister in der Vergangenheit bewiesen und das werde er auch bei den nächsten Wahlkämpfen um Frühjahr zeigen. Rösler sagte, es gehe für die FDP jetzt nicht darum, den "Reset- Knopf" zu drücken und einen völligen Neuanfang zu beginnen. "Wie so häufig kommt man aus Schwierigkeiten nur durch solides und seriöses Arbeiten heraus."
Die Verantwortung für das derzeitige Umfragetief müsse "die Partei insgesamt tragen". Die FDP habe "hohe Erwartungen geweckt", die nicht umfänglich hätten erfüllt werden können. "Deswegen laufen die Menschen von der FDP momentan weg", sagte Rösler wohl auch mit Blick auf den deutlichen Mitgliederschwund. Es sei nun die Aufgabe aller, die verlorenen Anhänger zurückzubringen.
Rösler räumte auch Versäumnisse seiner Partei ein. "Wir haben den Fehler gemacht, dass wir zu lange gewartet haben mit den notwendigen politischen Entscheidungen", sagte Rösler. Dies sei möglicherweise auch dem Umstand geschuldet gewesen, "dass eine Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen auf der Tagesordnung stand".
In der Opposition hätten Forderungen zugespitzt werden müssen, sagte Rösler mit Blick auf die Positionierung der FDP im Bundestagswahlkampf. In Regierungsverantwortung werde dann erkannt, "dass manche Veränderungen (...) eben ihre Zeit brauchen".
Die FDP befindet sich gut ein Jahr nach dem triumphalen Erfolg bei der Bundestagswahl in einem dramatischen Popularitätstief. Umfragen zufolge müsste die FDP bei Bundestagswahlen sogar um den Wiedereinzug in das Parlament bangen. Die Personaldebatte um Parteichef Westerwelle beschäftigt seit Wochen die Liberalen.
Aus verschiedenen FDP-Landesverbänden war der Rücktritt des Vorsitzenden thematisiert worden. Immer wieder wurde von Freidemokraten Westerwelles Auftritt beim Stuttgarter Dreikönigstreffen der FDP am 6. Januar als entscheidend für seinen Verbleib als Parteichef genannt.
Stabil bei drei Prozent
Am Umfragetief der Liberalen ändert sich auch zum Jahresende wenig: Die aktuelle Erhebung von Forsa für den Stern und RTL kämen die Liberalen zum zweiten Mal in Folge nur auf drei Prozent. Dies ist der schlechteste Wert seit mehr als 14 Jahren. Bei der Bundestagswahl vor 15 Monaten hatte die Partei noch 14,6 Prozent erreicht.
Die Union verliert im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 34 Prozent und liegt damit fast unverändert gegenüber dem Ergebnis der Bundestagswahl. SPD und Grüne legten jeweils leicht um einen Punkt auf 25 beziehungsweise 20 Prozent zu. Auf die Linke entfallen wie in der Vorwoche elf Prozent.
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(sueddeutsche.de/dpa/AFP/odg/woja)
Russland unter Putin
Man ist geneigt, den FDP-"Größen" laut zuzurufen: Weiter so!!! Ab Januar wird hoffentlich noch mehr Leuten klar, für wen die FDP wirklich arbeitet... für den "gewöhnlichen" Arbeitnehmer nicht, denn der darf - Rösler sei Dank - demnächst erstmal wieder mehr für die KV blechen. Und absehbar immer mehr, und das dann auch alleine.
Drei Prozent ist immer noch zu viel für diese Betrüger!
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Am Anfang hatte man die Erwartung endlich ein Fachmann als Resortminister, zwischenzeitlich weiß man nach seiner glorreichen "Gesundheitsreform", er ist eher ein Quacksalber, der sich zum Steigbügelhalter und Narren der Pharmaindustrie hat machen lassen. Er ist eigentlich die große Enttäuschung der Partei und trägt einen großen teil der Schuld am Niedergang der FDP. Als Günstling von Westerwelle kann er ihm jetzt nicht in den Rücken fallen, den ohne ihn wäre er ein Nichts. Letztendlich jedoch ist Der Parteivorsitzende schuld, denn nur jeder viertklassige Chef stellt sich zweitklassige Mitarbeiter ein.
Die FDP lobt sich selber und schlägt sich selber auf die Schultern wie toll sie doch sind!
Westerwilli, was bleibt ihm auch anderes übrig, aber da Westerwelle die FDP ist wird sein Azubi wohl oder übel mit in den Strudel gerissen, diesen Haufen Realitätsferner Paradiesvögel mit Hang zum Luxus und einer Aversion gegen Ernsthaftigkeit braucht hier Niemand mehr.
Paging