Die CDU stellt eineinhalb Wochen nach der SPD ihre Wahlkampfposter vor. Statt auf ein Schattenkabinett setzt sie auf die Kompetenz ihrer Minister.

Jetzt beginnt auch die CDU mit dem Wahlkampf. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla stellte am Montag in Berlin die Motive ihrer Wahlplakate vor. Während die SPD ein "Oppositionskabinett" aufgestellt habe, wolle die CDU die Kompetenz ihrer Minister herausstellen, sagte Pofalla.

Bild vergrößern

CSU-Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wirbt auf einem Plakat für die CDU. (© Foto:)

Anzeige

Neben vier CDU-Kabinettsmitgliedern sind auf den ersten sechs Großplakaten auch zwei Vertreter der CSU zu sehen: Ein Plakat zeigt Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, den die Deutschen in Umfragen zuletzt sogar noch vor Bundeskanzlerin Angela Merkel zum wichtigsten Politiker Deutschlands kürten. Bundesagrarministerin Ilse Aigner ist das zweite CSU-Gesicht auf den Plakaten. Gemeinsam verkörperten sie die für die CSU zentralen Themen Wirtschaft und Landwirtschaft, so Pofalla.

Er sagte außerdem, es sei nichts Ungewöhnliches, dass die CSU auch Werbung für die CDU mache. Schließlich wolle die CSU in Bayern auch mit der CDU-Bundeskanzlerin Angela Merkel werben. Pofalla bekräftigte, dass die Union an ihrem Ziel festhalte, mindestens 40 Prozent zu holen. "Ich sehe sehr wohl die Möglichkeit, dieses Ziel zu erreichen", sagte er.

Entscheidend sei aber, dass Union und FDP zusammen die absolute Mehrheit erzielten. Dennoch betonte Pofalla, dass die Wahl noch nicht gelaufen sei. Die Plakate sollen bundesweit vom 17. August an zu sehen sein.

Leser empfehlen 
Lesetipp aus der aktuellen SZ: Die Pflicht zur Kür

Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...

(sueddeutsche.de/afp/jhh)