Ramersdorf/Obergiesing Umzug ins Zelt

Provisorien sollen Betrieb der Straßenbahn-Werkstätte sichern

Auf dem Gelände der Straßenbahn-Hauptwerkstätte an der Ständlerstraße 20 müssen zur Fortführung des Betriebs Provisorien errichtet werden. Grund dafür ist der "dringliche Untersuchungs- und Sanierungsbedarf an der denkmalgeschützten Montagehalle". Die Stadtwerke München (SWM) wollen nun vorübergehend Büro- und Sozialräume in Containern sowie einen Teil des Materiallagers in einem Zelt unterbringen. Die Mitglieder des Bezirksausschusses Obergiesing-Fasangarten haben dem Vorhaben knapp hinter der Stadtbezirksgrenze zu Ramersdorf in ihrer Sitzung am Dienstagabend zugestimmt.

Bereits zum Jahreswechsel musste die Montagehalle gesperrt werden. Fachleute fürchteten um die Standfestigkeit des nach dem Ersten Weltkrieg errichteten Gebäudes. Hinzu kam laut SWM, dass man für tiefergehende Untersuchungen mehr Zeit brauchte. Um den Werkstattbetrieb trotzdem aufrechtzuerhalten, müssten die betroffenen Einrichtungen - Materiallager, Büro- und Sanitärräume - an andere Standorte verlegt werden. Dazu gehört das Lagerzelt mit einer Grundfläche von circa 25 mal zehn Metern, einer Traufhöhe von 3,50 Metern und einer Firsthöhe von 4,85 Metern. Dort soll ein Teil der Ersatzteile für die Straßenbahnen untergebracht werden. Das Zelt soll im westlichen Bereich des Geländes westlich der Gleisbauhalle aufgestellt werden. Mit einer Lärmbelästigung für die Nachbarn rechnen die SWM nicht, da es circa 150 Meter von der nächsten Wohnbebauung entfernt sei. Das Zelt soll bis Ende dieses Jahres genutzt werden, danach werde das dort gelagerte Material erneut verlegt. Hierzu sei die Planung jedoch noch nicht abgeschlossen.

Am Westrand des Geländes sind auch Sanitärcontainer mit Umkleiden, Duschen und WCs vorgesehen. Dagegen wollen die SWM am Ostrand Container für zwölf Büroarbeitsplätze, einen Besprechungsraum sowie Damen- und Herrentoiletten platzieren. Beide Container-Standorte sollen bis Ende des Jahres betrieben werden.