Öffentlicher Nahverkehr MVG muss am Sendlinger Tor Asbest entfernen

Die gelben Wandverkleidungen am Sendlinger Tor enthalten Asbest und müssen aufwendig entfernt werden.

(Foto: Robert Haas)

Die Linien U 1 und U 2 fahren am Wochenende deshalb nur eingeschränkt. Die Fahrgäste sollen auf Bus und Tram ausweichen.

Von Andreas Schubert

Die U-Bahnlinien U 1 und U 2 fahren am Wochenende wieder nur mit Einschränkungen. Am Freitagabend, 16. Februar, geht es mit den Bauarbeiten am U-Bahnhof Sendlinger Tor weiter. Dann verkehren zwischen Hauptbahnhof und Kolumbusplatz nur Pendelzüge. Die MVG rät, Busse und Tram zu nutzen. Die Sondertram U 2 verkehrt im Zehn-Minuten-Takt zwischen Stiglmaierplatz, Hauptbahnhof und Wettersteinplatz via Stachus, Sendlinger Tor, Fraunhoferstraße, Ostfriedhof und Silberhornstraße, und zwar samstags und sonntags von 9 Uhr bis Mitternacht.

Fast schon ein Jahr wird am Sendlinger Tor gebaut. Und auf der U 1 und U 2 stehen noch vier weitere Sperrwochenenden an: vom 2. bis 4. März, vom 16. bis 18. März, vom 23. bis 25. März und vom 6. bis 8. April. Vom 23. April an geht es ein Stockwerk höher weiter, auf der U 3 und U 6. Die Bauarbeiten werden sich noch bis ins Jahr 2022 ziehen. Das Projekt ist eine der größten Herausforderungen bei der Sanierung des Münchner U-Bahn-Netzes.

Zum ersten Mal wird ein derart komplexer Knotenpunkt mit zwei Bahnsteigebenen und Sperrengeschoss unter laufendem Betrieb komplett saniert und modernisiert. Die MVG verspricht sich davon eine Steigerung der Leistungsfähigkeit der 45 Jahre alten Station, in der er es zu Stoßzeiten ziemlich voll wird. Aktuell werden am Bahnsteig der U 1 und U 2 die Wandverkleidungen entfernt.

Das gestaltet sich aufwendig, da die gelben Platten Asbest enthalten und so der Bereich, in dem jeweils gearbeitet wird, luftdicht eingehaust werden muss, damit sich kein Asbeststaub verteilt. Die Arbeiter tragen dabei Schutzkleidung. Wenn die Platten entfernt sind, wird der Bahnsteig mit einem speziellen Sauger gereinigt, dann werden Luftproben auf Asbest untersucht. Erst danach wird der Bahnsteig wieder freigegeben.

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