MVG Was sich bei der Tram ändert

Tramfahren in München wird komplexer. Schuld sind vor allem Baustellen.

(Foto: dpa)

Ersatzverkehr, Baustellen und plötzlich geänderte Linien: Bis Ende Oktober ist einiges los bei der Straßenbahn.

Von Andreas Schubert

Wer durch Bogenhausen fährt, muss noch bis Ende Oktober mit erheblichen Einschränkungen auf der Straße und bei der Trambahn rechnen. Die Stadtwerke München (SWM) erneuern die Gleisanlagen in der Ismaninger Straße inklusive Herkomerplatz. Auch an anderen Stellen wird gebaut: Im Sommer folgt die Wendeschleife am Petuelring, im Herbst ein weiterer Abschnitt im Bereich Sendlinger Tor. Diese drei Projekte umfassen eine Streckenlänge von insgesamt zweieinhalb Kilometern mit sechs Weichen und vier Kreuzungen. Die voraussichtlichen Kosten: rund 24 Millionen Euro.

Wegen der Bauarbeiten muss der Trambetrieb auf der Ismaninger Straße eingestellt und durch Busse ersetzt werden. In den ersten zwölf Wochen bis zum Beginn der Sommerferien kommt es im Wesentlichen zu folgenden Änderungen: Anstelle der Tram 17 fährt in der Ismaninger Straße ein Bus zwischen Max-Weber-Platz und Effnerplatz. In nördlicher Fahrtrichtung wird die Linie bis zur Sternwartstraße durch die Einbahnstraße in der Ismaninger Straße geführt. Nach Süden fährt der Schienenersatzverkehr (SEV) eine Umleitung über die Scheiner-, Possart- und Grillparzerstraße.

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Wegen der Sanierungsarbeiten am U-Bahnhof Sendlinger Tor kommt es im Trambetrieb zu weiteren Änderungen:

  • Die Linie 17 wendet vorzeitig am Sendlinger Tor, Richtung Isartor fährt nur die Linie 16 weiter.
  • Die Tram 19 wird ab Max-Weber-Platz nach Berg am Laim geführt und verbindet Steinhausen direkt mit der Innenstadt. Diese Linienführung wird dauerhaft beibehalten.
  • Die Sonder-Tram-Linie 37 übernimmt den östlichen Streckenabschnitt der Linie 19 zwischen St.-Veit-Straße und Max-Weber-Platz und bedient den Abschnitt Max-Weber-Platz bis Isartor der Tram 17. In den Hauptverkehrszeiten verstärkt sie die Tram 16 Richtung Effnerplatz/St. Emmeram via Lehel.
  • Die Linien 20 und 21 werden am Karlsplatz Nord mit den Linien 27 und 28 verknüpft.

Die Ismaninger Straße wird während der gesamten Bauzeit zu einer Einbahnstraße in Richtung Norden: Auf der einen Seite wird gebaut, während die andere für den Verkehr mit einer Fahrspur in Richtung Norden geöffnet bleibt. Im Bereich von der Haltestelle Sternwartstraße bis zur Wehrlestraße verlaufen die Randsteine des Gehwegs so nah an den Gleisen, dass eine temporäre Vollsperrung des gesamten Straßenquerschnitts unumgänglich ist, und zwar vom 7. Mai bis 29. Juli.

Die Zufahrt zu den Grundstücken kann in dieser Zeit über die Bauspur erfolgen, die teilweise auf dem seitlichen Gehweg verläuft. Aufgrund der Enge im Baustellenbereich entfallen alle Parkplätze am Straßenrand. Um die Auswirkungen in Maßen zu halten, wird nicht über die gesamte Länge der Ismaninger Straße gleichzeitig gebaut.

Über weitere Einzelheiten zu Fahrplanänderungen während der ersten Bauphase bis zu den Sommerferien informiert die Münchner Verkehrsgesellschaft unter anderem im Internet auf www.mvg.de/trambau.

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