US-Medien CNN feuert Trump-Unterstützer Jeffrey Lord

Ex-CNN-Mitarbeiter Jeffrey Lord will sich "weiterhin für Meinungsfreiheit einsetzen".

(Foto: dpa)
  • CNN hat den konservativen Kommentator Jeffrey Lord gefeuert.
  • Der 66-Jährige galt in dem Trump-kritischen Sender als Chefdeuter des US-Präsidenten. Wann immer es darum ging, Trumps Verhalten zu erklären, wurde Lord zugeschaltet.
  • Ein Tweet mit dem Inhalt "Sieg Heil", der Lord zufolge ironisch gemeint war, kostet den Kommentator nun seinen Job.

Unter den CNN-Kommentatoren gibt es kaum jemanden, der das Verhalten Donald Trump so gut erklären kann wie Jeffrey Lord. Er gilt als Chefdeuter des Präsidenten beim Trump-kritischen Sender. Besser gesagt: galt.

CNN hat sich wegen eines kontroversen Tweets von dem 66-Jährigen getrennt. Wie die New York Times berichtet, hatte Lord als Antwort an den liberalen politischen Aktivisten Angelo Carusone die Worte "Sieg Heil" geschrieben. Der Tweet wurde später gelöscht. "Nazi-Grüße sind unvertretbar", hieß es in einer Stellungnahme des Senders. "Jeffrey Lord ist nicht mehr bei uns."

Auf Nachfrage der Zeitung sagte Lord, er habe sich über Carusone lustig machen wollen. "Ich verhöhne Leute, die Einschüchterungstaktiken im Stil von Faschisten und Nazis nutzen, um Leute loszuwerden - und ich bin derjenige, der gefeuert wird", sagte Lord der New York Times.

Lord fällt nicht zum ersten Mal mit provokanten Bemerkungen auf. Im April hatte er Trump den "Martin Luther King" der Gesundheitsversorgung genannt. Im März 2016 hatte er argumentiert, der Ku-Klux-Klan sei eine linksgerichtete Organisation, weil Demokraten ihn vor vielen Jahrzehnten unterstützt hatten.

Seine berufliche Zukunft sei im Moment noch unklar, sagte Lord. Für das Recht auf freie Meinungsäußerung wolle er aber weiterhin einstehen.

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