Immerhin hatte sie eine passende Antwort parat, als Harald Schmidt - allerdings eher ironisch - einwarf: "Also, Sperma, Pisse, Arschfick, Gleitcreme auf 'nem Kackehaufen nach drei Tagen. Ich bin ja wirklich schon lange beim Fernsehen - trotzdem frage ich mich: Muss das denn sein?"
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Hegemann: "Nein, das muss wirklich nicht sein, ich weiß ja auch nicht."
Harry raspelt Süßholz
Ob es eine Rolle spielt, dass ihr Roman vorab schon so erfolgreich gelobt und verkauft wurde? Oder dass ihr Vater der Berliner Volksbühnen-Dramaturg Carl Hegemann ist? Deshalb konnte sich Schmidt ganz prima mit Hegemann über Theater und Volksbühne unterhalten.
Oder hat den Ergrauten ob der Schulmädchenhaftigkeit seines Gastes gar eine perfide Beißhemmung befallen? Helene Hegemann jedenfalls wurde hier im öffentlich-rechtlichen Fernsehen eher beworben als ernstlich befragt. Schmidt war alles andere als "Dirty Harry", sondern präsentierte sich als eine Art Süßstoff-Händler.
Blieb der Jungautorin die Zeit, sich selbst ein wenig zu diskreditieren - indem sie zunächst betonte, ihr Alter spiele keinerlei Rolle, sie selbst würde auch niemanden nach dem Alter fragen - um kurz darauf zu wettern, es sei moralisch fragwürdig, wie manche Kritiker nun in der Öffentlichkeit mit einer 17-Jährigen umsprängen.
Immerhin passte der Auftritt bei Harald Schmidt zu den Ungereimtheiten, mit denen die Allgemeinheit sich noch eine Zeit lang befassen wird. Bis die nächste Autorin vor der Türe stehen wird, die "ungeahnte" Einblicke in ihr oder anderer Leute Intimleben gewährt, der nächste Star eines ausgebluteten Gewerbes.
Harald Schmidt indes sieht Helene Hegemann schon als nächste Literatur-Nobelpreisträgerin. Das ist ja auch das Mindeste.
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(sueddeutsche.de/jobr/jja)
Bundespräsident Gauck in Israel
Das ist doch einfach nur noch schlimm und passt leider in diese Zeit und zu dieser Genration!!!
1. Hemmungslos aus dem Internet kopieren, und das gestohlenen dreist als Eigentum ausgeben.
2. Schlimmste, ekelhafte Brutalität ist heute der "meistgelobte deutsche Roman!
...
Gute Nacht Anstand, gute Nacht Gewissen, gute Nacht Ehrlichkeit, gute Nacht Moral, gute Nacht Qualität!!!
Das ist doch einfach nur noch schlimm!
Es sei also "moralisch fragwürdig, wie manche Kritiker nun in der Öffentlichkeit mit einer 17-Jährigen umsprängen."
Es ist auch moralisch fragwürdig, wie das "Buch" entstanden ist, welches mit dem Namen dieser naiven Person verziert wurde. Man sollte das Kind schon richtig coachen, damit es in Interviews nicht so einen bizarren Blödsinn redet.
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Etwas verwunderlich, dass Sie Fräulein Hegemann als "die 17-Jährige" bezeichnen. Haben Sie das selber nachrecherchiert oder einfach "gedankenlos woanders abgeschrieben" - ?
Fräulein Hegemann ist 18.
Wer die widersprüchlichkeit der Äußerungen Helene Hegemanns kritisiert, macht sie wohl zu Unrecht dafür verantwortlich. Denn es handelt sich nur um die praktische Anwendung dessen, was ihr Vater, der Dramaturg und Professor Dr. Carl Hegemann, als moderne und alternativlose Philosophie begreift und ihr zugleich mit ihrer bemerkenswerten "Sprache" (die, wie sie selbst sagt, nicht ihre eigene ist) beigebracht haben dürfte: Widersprüchlichkeit und Uneindeutigkeit als "dramaturgisches" Prinzip, und die "Ambiguitätstoleranz" als das, was dem Zeitgenossen abzuverlangen ist, damit er nicht merkt, dass er nur - wie es in Berlin ganz unverblümt heißt - verarscht wird.
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