Das Geheimnis von Twin Peaks
Von Ruth Schneeberger

Über Geschmack lässt sich trefflich streiten, über Qualität schon weniger: Nach den 25 schlechtesten TV-Serien aller Zeiten servieren wir diesmal die 25 besten Serien - zumindest aus Sicht der Redaktion von Süddeutsche.de. Sehen Sie das ähnlich? Was ist Ihre Lieblingsserie? Stimmen Sie mit ab!

In der Kleinstadt Twin Peaks wird die Schülerin Laura Palmer (Sheryl Lee, im Bild) tot aufgefunden. Untersuchungen zufolge wurde sie vergewaltigt und ermordet. Wie die Bewohner des verschlafenen US-Nests unweit der kanadischen Grenze mit dem Verbrechen, den abgründigen Seiten des Lebens und ihren ganz eigenen Verstrickungen in den Fall umgehen, das hat David Lynch Anfang der 90er Jahre in einer surrealen Krimi-Serie mit Mystery- und Horror-Elementen meisterhaft gezeichnet. Mitanzusehen, wie das Kleinstadt-Idyll zerbricht, und von Folge zu Folge mehr skurrile Charaktere und groteske Handlungsabläufe auftauchen, wurde auch deshalb zum Kult, weil das Format gängige US-Krimiserien ironisch karikierte. Angeblich drängte der US-Sender ABC den anfangs unwilligen Regisseur Lynch und Autor Mark Frost dazu, alsbald einen Mörder zu präsentieren, was ursprünglich nicht zum Konzept passte. Danach verlor die Serie an Thrill - und immer weniger sahen zu. Trotzdem gilt "Twin Peaks" bis heute als innovativer Vorläufer vieler später ausgezeichneter Serien wie etwa "24" (wegen der Dramatik), "Ally McBeal" (wegen der skurrilen Figurenzeichnung) oder "Akte X" - deren Hauptdarsteller David Duchovny hier bereits mitspielte.

Bild: ARD

28. August 2012, 11:23 2012-08-28 11:23:00  © Süddeutsche.de/rus/ihe/holz

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