Zahlreiche Reaktionen auf ihren Beitrag haben die schreibfleißige Eva Herman veranlasst, einen weiteren Beitrag in ihrem Blog zu veröffentlichen. Dort analysiert sie Ablehnung und Zustimmung bezüglich ihres Kommentars. Herman betont noch einmal ihr Beileid und erklärt: "Sollten sich dennoch vor allem Familienangehörige, Freunde und Solidargemeinschaften in ihrem Pietätsgefühl verletzt sehen, so tut mir dies aufrichtig leid." Dennoch wiederholt sie ihre Anschuldigung, die Veranstaltung sei "von Politik, Gesellschaft und Medien nahezu kritiklos schöngeredet und verharmlost" worden.
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Weiter betont Herman, sie übe "wie immer übrigens, Kritik an den Urhebern des allgemeinen Sittenverfalls, wozu meines Erachtens hauptsächlich die sogenannten Achtundsechziger gehören. Sie haben Werte wie moralischen Anstand nahezu abgeschafft." Es geht also wieder um ihr Urthema, die Erosion der Gesellschaft durch die Alt-Rebellen, obwohl die sich eher an Nostalgie-Konzerten von Crosby, Stills & Nash erfreuen und alles über die Beerdigung Fritz Teufels wissen wollen, anstatt dem Techno-Rausch etwas abzugewinnen.
Dann betont Eva Herman noch, man werde auf ihrer Verlagshomepage das Thema weiter verfolgen: "Dazu suchen wir das Gespräch mit jungen Leuten. In einem Studio wollen wir Ihre Meinung hören, wollen zu einem Austausch kommen. Im Gespräch miteinander findet man die besten Chancen, unterschiedliche Positionen, die vielleicht gar nicht so unterschiedlich sind, auszutauschen."
Die Frau, die sich offenbar als Missionarin sieht, war bereits in der Vergangenheit mit umstrittenen Äußerungen aufgefallen. Sie engagiert sich seit Jahren für konservative Familienpolitik. Nachdem sie 2006 in ihrem Buch Das Eva-Prinzip - damals noch im Pendo-Verlag erschienen - den Nationalsozialismus mit heutiger Familienpolitik in Verbindung brachte, kündigte ihr der NDR ihren Vertrag mit sofortiger Wirkung, wogegen Herman klagte.
Nun muss sie sich jenseits des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mit Sodom und Gomorrha herumschlagen.
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(sueddeutsche.de/jja)
Also ich habe immer hinter Frau Herman gestanden, dafür auch verbale Prügel aus meinem Umfeld bezogen, doch nun distanziere ich mich von ihr. Dieses Bigotte Verhalten - diese Intoleranz kann ich nicht gut heissen. Die Deutschen kennen sich ja aus mit Denunziationen, und nun kommen noch Facetten der Inquisition zum tragen. Man muss die heutigen Zeiten nicht in allen Punkten gut heissen, aber der veränderten Gesellschaft muss auch Rechnung getragen werden. Wir sind doch hier nicht bei den Taliban.
Liebe Frau Herman, in Ihrer Webseite schreiben Sie so viel von Demut etc. Ich würde mich freuen, wenn Sie sich darin und in mehr Toleranz üben würden.
Was ist denn das für ein Beitrag? Ihre Moralansprüche und Vorstellungen sllte Sie zu anderen Themen erheben und nicht hier. In de Bibel steht???? Wer hat die geschrieben und ihren Inhalt verbindlich gemacht? Wenn sich jemand scheiden lässt, hat er vielleicht mehr Mut, wenn man merkt nicht zusammes zu passen, als der, der ein Leben so etwas unglücklich durchzieht. Man kann sich auch irren und im Alltag erkennen. Mauerblümchen? In Deutschland werden Hundertausende gar nicht gefragt ob sie Mauerblümchen sein wollen. Sie müssen Untertan sein, also Mensch zweiter Klasse. Ist Ihnen sicher noch gar nicht aufgefallen. Moralisten stehen ja höher und übersehen dabei manches.
Wenn, dann bitte richtig Lesen.
Ich kann Ihnen dieses Buch, Evelyn Beatrice Hall in "Die Freunde von Voltaire" (1906), leihen.
Mir scheint sie vergessen, dass Voltaires Originalzitat aus dem französischen übertragen wurde. Natürlich war dies völlig korrekt von mir wiedergegeben. Aus einem Text in Buchform lange bevor es Wikipedia überhaupt gab. Und seitdem kenne ich es so auswändig.
Oder können Sie mir einen qualitativen Unterschied nennen zwischen Ihrem Favoriten:
"Du bist anderer Meinung als ich und ich werde dein Recht dazu bis in den Tod verteidigen." (Wiki)
und "meiner" Version:
"Ich bin zwar nicht ihrer Meinung, aber bereit dafür zu sterben, dass sie geäußert werden darf."
Sie werden im Internet noch dutzende sehr ähnliche Versionen finden, dies ist eben die Freiheit der Übersetzung. Das französische Original konnte ich leider gerade nicht finden. Ist aber auch unbedeutend, da gleichen Inhalts und synchron zu Art. 5 GG, oder dem was davon übrig ist.
Ich nenne Ihnen aber auch eine Begründung, warum ich letztgenanntes immer favorisieren werde. Damals duzte man sich nicht und es klingt auch deutlich stilvoller.
Ich meinte mal gelesen zu haben, dass diese feine Dame schon drei mal geschieden ist! Irgendwie verwechselt sie da Anstand und Moral. In der Bibel steht, du sollst nicht ehebrechen und falsches Zeugnis reden wider deinen nächsten!! Das ist eine Verhöhnung der Opfer.
Diese Herrschaften werden wohl alle zum Schlagermove gehen mit Alk.....
Ein Mauerblümchen war sie bestimmt nicht.
Eine Entschuldigung und Wiedergutmachung müsste jetzt fällig sein.
Übrigens würde ich die Bücher noch nicht einmal mitgehen lassen....
Paging