Sozialismus im Schafspelz: Der Frauentag sei nichts anderes als der Muttertag des Ostblocks, empört sich Alice Schwarzer und fordert seine Abschaffung.
Der Weltfrauentag am 8. März steht für Emanzipation, Gleichberechtigung und faire Behandlung der Frauen überall auf der Welt. Dabei gehe allzu oft der Blick auf seine historische Dimension verloren, mahnt Alice Schwarzer. Wurde der Frauentag früher doch vornehmlich in den Ostblockstaaten begangen, und zwar mehr und mehr als "sozialistischer Muttertag." In einem Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau fordert die Feministin heute vehement seine Abschaffung.
Muttertag, sozialistisch gewendet: Der Frauentag ist Feministin Alice Schwarzer ein Dorn im Auge. (© Foto: Getty)
Anzeige
Die deutsche Sozialdemokratin Clara Zetkin war es, die 1910 auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz zum ersten Mal einen Frauentag forderte. Ein Jahr später wurde der dann zum ersten Mal und fortan jährlich im März begangen. Nach dem zweiten Weltkrieg war es vornehmlich der sozialistische Osten, der diese Tradition hochhielt. Gefeiert wurde allerdings unter völlig falschen Vorzeichen, findet Alice Schwarzer.
Denn während in der BRD der siebziger Jahre Feministinnen gegen den Muttertag protestierten, habe der Frauentag im realsozialistischen Nachbarland dem in Nichts nachgestanden, schreibt Schwarzer: Frühstück für Mutti, Blumen und Ehrungen für die fleißigste Genossin. Daran kritisiert die Emma-Chefin nicht nur den paternalistischen Tonfall, sondern auch die historische Wirklichkeit. So seien schließlich auch die Eliten der DDR, ebenso wie die der BRD, "frauenfrei" gewesen.
Als die Frauenbewegung hierzulande so richtig in Schwung kam, wurde der Frauentag reimportiert. "In den 1970er Jahren kannten wir keinen 8. März", erinnert Schwarzer. Er habe seine Wurzeln vielmehr anderswo: "Im Osten war er wohlbekannt." Zum international anerkannten Tag für die Rechte der Frau wurde der 8. März 1977 auf Beschluss der Uno. So habe man von Anfang an die Historie verkannt, findet Deutschlands prominenteste Frauenrechtlerin. Das sei "für Feministinnen, gelinde gesagt, der blanke Hohn."
In der Frankfurter Rundschau fordert sie nun energisch: "Schaffen wir ihn also endlich ab, diesen gönnerhaften 8. März." Stattdessen sollte jeder Tag den "Menschen" gewidmet werden, "Frauen wie Männern."
Im einst stabilen und friedlichen Staat Mali errichten Islamisten, Separatisten und Terroristen das Afghanistan Afrikas. Seite 3 Jetzt lesen ...
- Farbpsychologie Rosa stinkt 11.12.2009
- Das Unglück der Frauen Ganz schön traurig 11.10.2009
- Feminismus-Debatte Wer schlau ist, spielt mit 08.06.2008
(sueddeutsche.de/dpa/leja/berr)
SEXISMUS, MISSBRAUCH UND GEWALT DOMINIEREN DEN ALLTAG VIELER FRAUEN
Südafrika ist ein naturreiches und gastfreundliches Land. Dieses Bild bietet sich Touristen aus aller Welt an, sofern man sich nicht jenseits der wundervollen Kulissen begibt und bereit ist, die Schattenseiten der jungen Demokratie im südlichen Afrika zur Kenntnis zu nehmen.
Dieser Spiegel der Trauer, Angst und Aggressivität ergreift in seiner vollen Kraft insbesondere Frauen mit schwarzer Hautfarbe. Infolge der Apartheidspolitik und der damit verbundenen Exklusion der dunkelhäutigen Mehrheitsgesellschaft vom nationalen Bildungssystem, dominieren inhumane Wertvorstellungen und soziale Missstände den Alltag von Millionen Südafrikanerinnen. In den Townships ist diese missliche Lage besonders stark zu beobachten.
Anlässlich des Weltfrauentages am 08. März 2010 ist festzuhalten, dass das schwächere Geschlecht noch einen langen Weg hinsichtlich von Gleichstellung und Gleichberechtigung beschreiten muss. Zahlreiche Frauen müssen sich alleinerziehend um den Haushalt kümmern besser gesagt die Existenz der gesamten Familie gewährleisten. Bei 613.900 Toten in Südafrika, allein für das Jahr 2009 wohlgemerkt, stirbt die Mehrheit der Männer an der Immunschwächekrankheit HIV/AIDS, an Morden und Verkehrsunfällen. Neben dieser immensen Verantwortung für sich und die eigenen Kinder besteht stets die Gefahr eines sexuellen Missbrauchs und einer häuslichen Gewalt. Die Statistik beziffert Grauenhaftes:
---
Für ganzen Artikel siehe: http://2010sdafrika.wordpress.com/
Bitte beachten Sie unsere netiquette und unsere AGB
Bitte beachten Sie unsere netiquette und unsere AGB
Schwarzer muss schon morgens aufwachen, und alles, einfach alles gegen die Frau auslegen! Eigentlich eine arme Frau, weil sie wohl das Frausein nicht kennt.
Ich gehe schon etliche Jahrzehnte als Frau durch diese Welt und habe mich in der Männerwelt wohlgefühlt; habe aber z.B. auch Männer kennengelernt, die von Frauen volle Kanne unterdrückt wurden.
Es gibt Länder, in denen Frauen in der Tat noch massiv unterdrückt werden, so z.B. auch im mehr oder weniger christlichen Kamerun, da ist die Unterdrückung schlimmer als in islamischen Staaten! Wir können aber nichts daran ändern.
Mir persönlich ist dieser Frauentag wurscht, ich brauche ihn nicht, aber ich brauche auch keine Emma, geschweige denn Frau Schwarzer, die zu allem, was Frauen betrifft ihren Senf dazu geben muss, und es kommt nie etwas Konstruktives für Frauen dabei heraus! Vielleicht gibt es Frauen, die Freude am 08. März haben und/oder am Muttertag, dann soll man ihnen doch diese Freude lassen!
Frau Schwarzer hat sicherlich Sätze gesagt, die ich richtig finde, aber der Konsens ist einfach nicht möglich mit dieser Dame. Wie sie über den Osten denkt ist überheblich und regelrecht feindlich. Warum will sie alles besser wissen, als die, die es erlebten? Man muss nicht die "Staatsrituale" eines nicht mehr existierenden Staatswesens gutfinden, aber Frauen waren nun mal ausbildungsmäßig gleichberechtigt und Arbeit gab es für Männer und Frauen. Frau Schwarzer war und ist eine Meinungsmacherin der alten Schule, die nie dem Osten etwas abgewinnen konnte. Sie setzt ihre West-Nostalgie in der veränderten Welt einfach fort.
Die Gegenwart ist jedenfalls so, dass viele Lebensbedingungen des heutigen Alltags der normalen Menschen nichts erkennen lassen, optimistisch in eine emazipierte Zukunft von Männern und Frauen zu schauern. Und deshalb wird der achte März als würdiger Frauentag gebraucht!
Paging