Antoni Gaudí und der Kunde, der warten kann

Unnützes Google-Doodle-Wissen /
Von Tobias Dorfer
/ Veröffentlicht am , im Unnützes Google-Doodle-Wissen

Immer wieder zeigt Google auf der Startseite bunte Bilder oder Animationen - und erinnert damit an besondere Menschen oder Ereignisse. Wir sagen Ihnen, was Sie zum Google Doodle unbedingt wissen müssen. Heute: 161. Geburtstag des 1926 gestorbenen Architekten Antoni Gaudí.

Google ehrt Antoni Gaudí mit einem Google Doodle.

(Foto: Screenshot Google)

Das ist zu sehen:

Große Architektur von Antoni Gaudí. Der Baukünstler aus Katalonien ist prägte mit seinen Gebäuden vor allem eine Stadt: Barcelona. Sein Stil gilt als naturverbunden. Geschwungene Linien, Motive aus Flora und Fauna - häufig verziert mit bunten Keramikfließen - zeichnen seine Bauwerke aus. Antoni Gaudí starb am 8. Juni 1926, nachdem er von einer Straßenbahn angefahren wurde. Das Google Doodle zeigt einige von Gaudís berühmtesten Bauwerken.

Bauwerke von Antoni Gaudí, die Sie kennen müssen:

  • Die Sagrada Familia in Barcelona ist eine der bekanntesten Kirchen der Welt. Die Bauarbeiten starteten im Jahr 1882, doch abgeschlossen sind sie bis heute nicht. 2026 soll die Basilika fertig sein. 18 Türme wird die Sagrada Familia dann haben: Zwölf davon werden den Aposteln gewidmet sein, vier den Evangelisten und zwei weitere Jesus und Maria.

Sagrada Familia in Barcelona.

(Foto: Cesar Rangel / AFP)
  • Ohne Eusebi Güell wären viele Projekte von Antoni Gaudí nicht realisierbar gewesen. Der Industrielle und Mäzen beauftragte den Architekten häufig für seine Pläne - unter anderem auch für den Park Güell. Dieser war eigentlich als Gartenstadt mit mehr als 60 Villen geplant. Doch es fehlten Interessenten. So wurden nur drei Häuser errichtet und der Park ist heute eine beliebte Touristenattraktion Barcelonas.

Touristenattraktion: der Park Güell in Barcelona.

(Foto: istockphoto)
  • Noch ein Wahrzeichen von Barcelona stammt von Gaudí: die Casa Batlló, die der Architekt in den Jahren 1904 und 1905 für den Textilindustriellen Josep Batlló i Casanovas umbaute. Die Fassade zeigt die Legende des Heiligen Georg, dem Schutzpatron der Katalanen.

Nicht nur beleuchtet schön anzusehen: die Casa Batlló in Barcelona.

(Foto: REUTERS)
  • Eines der ersten Bauwerke von Antonio Gaudí ist der Palau Güell in Barcelona. Dieses Stadthaus entwarf der Architekt für seinen Gönner, den Mäzen Eusebi Güell. Schornsteine verwandelte er in Skulpturen, Lüftungsschächte wurden mit Steinen verziert - Prunkstück ist aber die Parabolkuppel aus Glas über dem Salon. Nach einer mehrjährigen Sanierung ist das Gebäude inzwischen wieder für Besucher zugänglich. Hier einige Impressionen:
  • Dieses Haus in Barcelona sieht nicht nur schön aus, es bietet auch ein ausgetüfteltes Innenleben. In der Casa Mila (errichtet zwischen 1906 und 1910) wird keine Klimaanlage benötigt, weil sich das Haus auf natürlichem Weg belüftet wird. Die Konstruktion wird komplett mit Säulen gestützt. So können Innenwände jederzeit verändert werden, ohne dass Probleme mit der Statik entstehen. Teile der von Antoni Gaudí errichteten Casa Mila können besichtigt werden.

Schön anzuschauen: die Casa Mila in Barcelona.

(Foto: picture alliance / dpa)

Interessant für:

Architekturstudenten auf der Suche nach Inspiration, Friedensreich Hundertwasser und Barcelona-Touristen, die neben Party auch Kultur erleben wollen.

Mit diesem Satz können Sie beim Mittagessen punkten:

"Mein Kunde hat keine Eile." (Zitat von Gaudí auf die Frage, wann die Sagrada Familia endlich fertig ist - mit "Kunde" meinte der fromme Architekt übrigens Gott)

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