Besetzung der Volksbühne "Das macht für mich Berlin aus"

Die "kollektive Intendanz" hat die Macht übernommen. In den nächsten drei Monaten will sie das Haus bespielen. Jeder soll mitmachen dürfen.

(Foto: dpa)

Die Berliner Volksbühne ist besetzt. Aber statt um Kunst geht es den Aktivisten um Politik - und den Kampf gegen Gentrifizierung.

Von Mounia Meiborg

Eine junge Frau schlurft mit Zahnbürste im Mund durchs Foyer. Daneben, auf einem roten Sofa, liegt einer und schläft. Ein Hund wedelt mit dem Schwanz. Ein Kleinkind läuft hinterher. Unter den Lüstern im Sternfoyer sitzen um die dreißig Leute auf dem Boden. Es ist Plenum, und es gibt viel zu besprechen.

Die Berliner Volksbühne, eines der schönsten und bedeutendsten Theater im Land und sicher das meistdiskutierte, ist zu einer Art Wohngemeinschaft geworden - mit sehr unterschiedlichen Mitbewohnern: Menschen in schwarzen ...