Ausstellung über SchlachttiereDing der Unmöglichkeit

Blutige Eier, verwesende Kälbchen, sterbende Schweine: Eine anonyme Künstlerin zeigt in einer Berliner Ausstellung die Folgen des Schlachtens - in fast poetischen Bildern.

Menschen, die Tiere essen, machen sich in aller Regel wenig Gedanken über das, was sie da essen. Zubereitung und Geschmack werden meistens mehr Bedeutung beigemessen als dem Lebewesen im Ganzen, das nun fein filettiert auf dem Teller liegt. Zwar ist es modern geworden, sich über Haltungsarten von Schwein, Rind und Huhn zu informieren - für das gute Gewissen oder um der eigenen Gesundheit willen. Was aber genau vor, während und nach der Schlachtung mit den Tieren und deren Resten passiert, davon machen sich die wenigsten ein Bild.

Das will eine Künstlerin ändern. Unter dem Pseudonym "K49814" und dem Titel "Atmen ohne Pause" stellt sie in der Galerie Kehrer in Berlin Fotografien aus Schlachthöfen und Tierverwertungsanstalten aus.

Bild: K49814, Courtesy Galerie Kehrer Berlin 20. Juli 2015, 11:592015-07-20 11:59:35 © SZ.de/rus/aper/jobr