In uns ruhend, konzentriert und kraftvoll - so würden wir gerne Karriere machen. Shaolin-Mönche leben diese Tugenden vor. Doch wer ihnen nacheifert, muss zunächst einmal leiden.
Die Uhr scheint pötzlich stehengeblieben zu sein. Minuten werden zu Stunden, Sekunden zu Minuten. Irgendwo draußen zwitschert ein Vogel, aber hier drinnen rauscht nur noch das Blut durch die Ohren - sofern es noch rauschen kann. In den Kniekehlen scheint es bereits zu stocken. Es kribbelt in den Waden, pocht in den Oberschenkeln und vertreibt gerade jegliches Gespür aus dem linken Fuß.
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Meister Zhen versucht, den Gästen des Posthotels Achenkirch am Achensee die Techniken der jahrtausendealten Shaolin-Kultur nahezubringen.
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Seit gerade einmal zehn Minuten sitzt eine Gruppe von Männern und Frauen im Schneidersitz auf dem Boden, die Augen geschlossen - und versucht zur Ruhe zu kommen. Das gelingt zumindest einem: Meister Zheng, einem jungen Mann aus China im grell-orangenen Anzug, der an der Spitze des Raumes sitzt und uns beibringen will zu meditieren.
Meister Zheng ist Shaolin-Mönch. Für ein paar Monate im Sommer hat er das buddhistische Shaolin-Kloster im Herzen Chinas verlassen, um im Posthotel Achenkirch am Achensee gestressten Großstadtmenschen die jahrtausendealten Weisheiten der Shaolin-Philosophie näher zu bringen. Am Anfang steht die frühmorgendliche Meditation im gemütlich ausgebauten alten Bauernhaus im Zentrum der Hotelanlage.
Was mit ein bisschen Ohren reiben und Hüftdehnen beginnt, soll durch ruhiges Verharren im Schneidersitz und gleichmäßiges Atmen in der vollkommenen Ruhe enden. Ziel ist es, das Chi, die Lebensenergie, frei laufen zu lassen und volle Konzentration auf sich selbst zu erlangen. Doch anstatt der Ruhe wächst mit jeder Sekunde die Nervosität im Raum. Hier wackelt ein Knie leicht, dort versucht ein älterer Herr durch Gewichtsverlagerung verzweifelt, eine bequemere Position zu finden, ohne dabei für viel Lärm im Raum zu sorgen.
Das mit der Konzentration will einfach nicht klappen. Es kann so schwer sein, nichts zu denken - besonders für Manager, die es gewohnt sind, im Arbeitsalltag zehn Dinge gleichzeitig zu koordinieren. Volle Konzentration auf eine Sache ist ein Luxus, den man sich oftmals einfach nicht leisten kann - und eine Fähigkeit, die man damit auch verlernt.
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oder besonders informiert was diese Sachen angeht, aber ich glaube im Leben nicht das Meister Zhen und seine Kunden jemals dasselbe meinen, und damit meine ich nicht Sprachprobleme.
Seit mir eine Managerin, Spitzenebene in einem internationalen Konzern, voller Begeisterung davon erzaehlt wie toll Gemeinschaftserlebnisse sein koennen, auch nach so etwas aehnlichem wie im Artikel beschrieben, bin ich mir sicher das dass aufwachsen mit und in Kindergarten und ohne Leistungsbeweise gegen Erwachsene viele Vorteile hat.
Dann braucht man sich naemlich nicht mit Techniken einer komplett anderen Kultur sich selbst bewusst werden.
Aber, ich gebe es zu , dass Geld dass auch ich mit sowas verdienen kann nehme ich immer mit.
"Nur wer ganz bei sich selbst bleiben kann, sich nicht von der Anerkennung anderer abhängig macht und vom Stress aus der Bahn werfen lässt, hat als Führungspersönlichkeit wahre Gelassenheit, Charisma und den Blick für das Wesentliche."
Bei sich selbst bleiben ist das Wesentliche. Aber das machen die doch sowieso. Dabei ist es natürlich wichtig, auf Firmenkosten sich die für den absoluten Egoismus nötigen Kung-Fu-Fertigkeiten (eine Selbstverteidigungs-Kampfkunst) anzueignen! Damit ist man dann bestens gewappnet für den Selbstsuchtskarrieren-Kampf! Genug ist nie genug...