Immer erreichbar, nie voll da: Arbeitnehmer gelten als Hochleistungsfaktor, der nie Pause machen darf - und gehen daran kaputt. Das kann sich unsere Gesellschaft nicht leisten.
Die Nachricht ist verblüffend. In der schlimmsten Rezession seit Gründung der Bundesrepublik hat die Zahl der Krankheitstage leicht zugenommen. Obwohl viele sich große Sorgen um ihren Job machen mussten, meldeten sich 2009 mehr Arbeitnehmer krank als noch im Jahr davor. Wieder einmal wurde damit die eigentlich etablierte Regel außer Kraft gesetzt, wonach der Krankenstand im Aufschwung hoch und in Krisenzeiten niedrig ist. Schon im Boom vor der Misere sank der Krankenstand. Inzwischen ist sogar die Rede von einem "ungesund niedrigen Krankenstand".
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Es gibt zahlreiche Erklärungsansätze für dieses Phänomen. Zentral ist jedoch, dass die Sorge vor einem Verlust der Beschäftigung wegen Krankheit generell zugenommen hat. In der modernen Kommunikationsgesellschaft gilt der Arbeitnehmer als Hochleistungsfaktor, der niemals Pause macht. Neu ist, dass dies nicht nur für Gruppen von der mittleren Führungsebene aufwärts, sondern eigentlich für jeden Mitarbeiter gilt. Wer krank ist, löst im Betrieb vor allem die Sorge aus, wie zusätzlich anfallendes Arbeitspensum verrichtet werden kann.
Schon lange weisen die Gewerkschaften auf die Gefahr einer Entgrenzung der Arbeitswelt hin, auf die erwünschte Erreichbarkeit und Einsatzbereitschaft rund um die Uhr. Und sie präsentieren Studien, wonach genau diese durch Blackberry und iPhone forcierte Belastung zu psychischen Erkrankungen, Burn-out und zur inneren Kündigung führt. So etwas darf sich eine Gesellschaft, die von der Kreativität, Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft ihrer Arbeitnehmer lebt, eigentlich nicht leisten. Auch für die Ressource Arbeitskraft muss Nachhaltigkeit gelten.
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(SZ vom 09.07.2010/holz)
Moderne Verwaltung
Sie haben zu viel "Monitor" geschaut. Die Franzosen haben ebenfalls ein Problem durch zu geringe Einnahmen. Weniger Einwohner wie wir und mit 144 Mrd Euro ein doppelt so hohes Defizit. Die Einnahmen aus den Vermögensabgaben reißen es also nicht aus dem Feuer.
Zur Vermögenssteuer ein netter Link: stern.de/wirtschaft/geld/frankreich-normalverdiener-im-griff-der-vermoegenssteuer-546909.html
Nicht alles ist Gold, was auf dem Papier glänzt. Mir würde bereits reichen, wenn bei uns Dividenden wieder voll mit dem persönlichen Steuersatz steuerpflichtig wären statt dem Halbeinkünfteverfahren zu unterliegen. Unsere mehrfachen Einkommensmillionäre haben nach Steuerstatistik einen mittleren Satz von 35%, theoretisch müsste dieser an 50% grenzen. Wir hatten 2005 1227 Steuerpflichtige mit über 5 Mio steuerpflichtigem Einkommen. Pro Kopf Einkommen dieser Gruppe: 15,7 Mio Euro. Steuer: 5.1 Mio. Steuersatz: 32%.
Arbeitnehmer als Single mit 80.000€ Jahresbrutto: 25.400€ Steuern (ohne Sozialversicherung) bzw. 32%. Gesamtabgaben: 47% bezogen auf das Bruttogehalt, 53% wenn Arbeitgeberanteile mit berechnet werden.
weil es eilt.
Das wäre alles keinproblem wenn der ARBEITENDE Mensch in Deutschland nicht 51% Abgaben zahlen müßte.... 51% das ist so unglablich viel das es kracht.
Wir brauchen das Französische Steuermodel. In dem würde ich 1000€ mehr Netto im Monat bekommen. Dafür würden die ganzen Reichen mehr zahlen für Besitz.
Das ist fair akzeptabel und zukunftsträchtig. Warum machen wir das nicht?????
Das wäre alles keinproblem wenn der ARBEITENDE Mensch in Deutschland nicht 51% Abgaben zahlen müßte.... 51% das ist so unglablich viel das es kracht.
Wir brauchen das Französische Steuermodel. In dem würde ich 1000€ mehr Netto im Monat bekommen. Dafür würden die ganzen Reichen mehr zahlen für Besitz.
Das ist fair akzeptabel und zukunftsträchtig. Warum machen wir das nicht?????
Das wäre alles keinproblem wenn der ARBEITENDE Mensch in Deutschland nicht 51% Abgaben zahlen müßte.... 51% das ist so unglablich viel das es kracht.
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