Wenn Studenten sich in Männer mit weißen Bärten verwandeln und Geschenke verteilen, freuen sich nicht nur die Kinder. Auch für die Saisonarbeiter lohnt es sich.
Eine Gage von 30 bis 50 Euro pro Auftritt und glücklich strahlende Kinderaugen - für diesen Lohn nehmen es manche Studenten gern in Kauf, an Heiligabend zu arbeiten. Sie jobben als Weihnachtsmann-Darsteller und lassen sich von Familien engagieren, um deren Nachwuchs die Geschenke zu überreichen.
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Alle Jahre wieder: Im Winter können Studenten sich als Weihnachtsmann-Darsteller etwas dazuverdienen. (© dpa)
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Dafür müssen sie eine vertrauenswürdige Ausstrahlung haben und gut mit Kindern umgehen können. Und sie dürfen die Arbeit nicht unterschätzen: Denn häufig kommen sie dabei ganz schön ins Schwitzen. "Viele Arbeitsagenturen bieten zur Weihnachtszeit eine Weihnachtsmannvermittlung an", erklärt Anja Huth von der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg. Die Vermittlung beginne im November. "Manche Familien fragen aber auch noch an Heiligabend an."
In einigen Universitätsstädten ist auch das Studentenwerk eine Anlaufstelle für Weihnachtsmann-Darsteller, ergänzt Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk (DSW) in Berlin. Dort zum Beispiel vermittelt die studentische Arbeitsvermittlung "Heinzelmännchen" nach eigenen Angaben jedes Jahr rund 300 bis 400 Weihnachtsmänner und Engel. Sie bescheren an Heiligabend etwa 3000 bis 5000 Familien. Dafür schaltet das Studentenwerk ab November eine Hotline, bei der Familien einen Termin buchen können. Ab Oktober ist außerdem ein Weihnachtsmann-Büro auf dem Campus geöffnet.
Der Vermittler der Arbeitsagentur nimmt laut Anja Huth die Anfragen von Familien, Firmen oder Krankenhäusern entgegen. Außerdem betreut er Bewerber, die den Job machen möchten. "Der Bewerberpool ist sehr durchmischt", erzählt Huth. Neben Rentnern seien viele Studenten darin vertreten.
Beim Berliner Studentenwerk sei die Nachfrage größer als die Zahl der Jobs, erzählt Stephan Antczack von den "Heinzelmännchen", der selbst als Weihnachtsmann auftritt. "Uns fehlt männliches Personal." Zwar wollten mittlerweile auch viele Studentinnen den Job machen. Gebucht würden jedoch vor allem männliche Darsteller.
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