Arbeitsleben Was ist aus der Generation der eine Million Möglichkeiten geworden?

Nur noch kurz die Welt retten: Die Generation Y ist angekommen in der Welt der Erwachsenen - was ist der Stand?

(Foto: REUTERS)

Vor ein paar Jahren sind die sogenannten "Millennials" mit großen Zielen und Erwartungen ins Berufsleben gestartet. Zeit für ein erstes Fazit der Generation Y.

Von Sarah Schmidt

Mit Skepsis wurde die Generation Y beäugt. Verwöhnt und anspruchsvoll sollten sie sein, die sogenannten Millennials - die jungen, gut ausgebildeten Menschen, die nach 1981 geboren und in den Nullerjahren erwachsen wurden. Ichzentriert, faul und unpolitisch. So unkten die Personal- und Feuilletonchefs vor einigen Jahren, als das Label "Generation Y" erfunden wurde.

So skeptisch das Establishment auf den Nachwuchs schaute, so groß waren die Erwartungen, die die jungen Menschen an sich selbst und ihre berufliche Zukunft stellten: sich nicht verbiegen, Work und Life in Balance bringen und das alles für die gute Sache. Schließlich war man als Generation der Eine-Million-Möglichkeiten aufgewachsen. Umso wichtiger: Eine Antwort auf die Frage zu finden, wofür tue ich das eigentlich, was gibt meinem Leben und Arbeiten einen Sinn. Nicht zufällig wird das Y im Englischen "why" ausgesprochen, auf Deutsch "warum".

"Arbeit muss Sinn und Spaß machen"

Sie wollen arbeiten und leben. Und sie hinterfragen Aufgaben und Anweisungen. Nach 1980 geborene Arbeitnehmer sind selbstbewusst - und ecken damit bei manchem Chef an. Personal-Professorin Susanne Böhlich über die Generation Y im Job. Von Christine Demmer mehr ...

Angekommen im "Wenn ich mal groß bin"-Leben

Mittlerweile sind einige Jahre vergangen. Die Generation Y hat studiert und noch einmal etwas anderes studiert, sie ist durch die Welt gereist, hat bezahlte und unbezahlte Praktika gemacht, gejobbt und gefeiert. Und nun? Ist die Generation Y nicht mehr die Generation von morgen, sondern von heute. Die Millennials sind jetzt Ende 20, Anfang 30, sie sind vielleicht nicht erwachsen geworden, aber doch angekommen in der Welt der Erwachsenen, im "Wenn ich mal groß bin"-Leben.

Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen Deloitte hat in einer großen Studie mehr als 7500 Ypsiloner aus 29 Ländern gefragt, wie es ihnen in den ersten Jahren im Beruf ergangen ist. Und wie immer, wenn Wunschträume auf die Realität treffen, lautet die Antwort: "So lala."