Auch wenn der gesetzliche Urlaubsanspruch eher gering ist, die deutschen Arbeitnehmer haben mit die meisten freie Tage in Europa. Nur ein Land hat noch mehr.
Erst vor ein paar Tagen verkündete die Unternehmensberatung Mercer, dass Deutschland beim gesetzlichen Urlaubsanspruch zu den Schlusslichtern in Europa gehört. Dass sich die deutschen Arbeitnehmer dennoch nicht über mangelnde Freizeit beschweren können, belegt nun eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Danach haben die Arbeitnehmer in Deutschland im Vergleich von 15 EU-Ländern mit am meisten freie Tage.
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Nur die Schweden haben noch mehr Urlaub als deutsche Arbeitnehmer. (© Foto: AP)
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Mit Tarifurlaub und gesetzlichen Feiertagen kommen sie im Schnitt auf 40,5 Tage bezahlte Auszeit von der Arbeit, wie das Institut in Köln mitteilte. Das toppen demnach nur die Schweden mit 42 Tagen.
Der gesetzliche Urlaubsanspruch in Deutschland entspreche mit 20 Tagen zwar lediglich der EU-Mindestanforderung, allerdings machten die Tarifpartner eine "ordentliche Urlaubsverlängerung" hierzulande möglich, erklärte das IW. So seien am Ende 30 Urlaubstage in fast allen Branchen Standard. Hinzu kommen demnach neun bundesweite sowie in manchem Bundesland noch weitere Feiertage - im Durchschnitt seien es 10,5.
In Schweden beträgt den Angaben zufolge allein der Urlaub 33 Arbeitstage und damit mehr, als in einigen Ländern der gesamte Freizeitanspruch ausmacht. So addieren sich Urlaub und Feiertage beim Schlusslicht Rumänien auf lediglich 28 Tage, bei Belgien, Polen und Ungarn auf 30 Tage. Nach Schweden und Deutschen die längste Auszeit von der Arbeit haben die Dänen mit 40 und die Italiener mit 39 Tagen.
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(sueddeutsche.de/AFP/holz/joku)
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Und wo liegt da jetzt das Problem? Als "Exportweltmeister" sollte man es sich doch erlauben können, auch mal nicht "die Nummer eins" in der Welt zu sein...
Schurz beiseite: die Anzahl der Personen, die 30 Tage Urlaubsanspruch haben, wird doch immer niedriger- den prekären Jobs, Tarifflucht, Minijobs etc. sei dank...
Im Beitrag vermisse ich die Gegenüberstellung zwischen den protestantischen norddeutschen Bundesländern und den katholischen süddeutschen -. Erstaunlich war für mich auc, als nach der Wiedervereinigung, - eigentlich bilang atheistische neue Bundesländer in der ehem. DDR - schnellstens katholische Feiertage übernommen haben.
Es kostet ja nichts!
Zum einen haben immer Mehr Arbeitsplätze keinen Tarifvertraglich geregelten Urlaub, so dass dann die gesetzlichen 20 Tage gelten, zum anderen sind von den 9 Feiertagen nur 3 an festen Wochentagen, alle anderen fallen in 2/7 der Fälle auf ein Wochenende und werden nicht wie in manch anderen Ländern am drauffolgenden Tag nachgeholt.
Selbstverständlich hat allerdings das DIW ein Interesse daran, uns einzureden wir hätten zu viel Urlaub.