Tipps für den Einkauf von Schweinefleisch Der verborgene Preis des Schnitzels

Das Schnitzel so groß wie eine Pizza und kaum teurer als ein Liter Wasser: Wer so einkauft, kann weder Qualität erwarten, noch ruhigen Gewissens essen. Wie Sie sich Schweinefleisch trotzdem schmecken lassen können.

Von Berit Uhlmann

Mehr als 40.000 Artikel liegen in einem durchschnittlichen deutschen Supermarkt aus. Welche taugen etwas? Was nützt, was schadet der Gesundheit? Wie sinnvoll sind Bio-Nahrungsmittel und welche Werbefallen stellt die Lebensmittelindustrie dem Konsumenten? In dieser Serie bewerten wir weit verbreitete Lebensmittel für Sie. Teil 19: Schweinefleisch.

Ein ordentliches Stück Fleisch auf dem Teller ist für viele Deutsche noch immer der Inbegriff des Wohlstands. Dabei dürfte sich eigentlich herumgesprochen haben, dass Schweinefleisch nicht gerade oben auf der Liste der von Ärzten empfohlenen Speisen steht. Die tierischen Fette erhöhen das Risiko von Gefäßverkalkungen, Herzinfarkt und Schlaganfällen.

Mit Eisen, dem wichtigen Inhaltsstoff im Fleisch, kann das Schweinekotelett dagegen nicht in großen Mengen aufwarten. Laut einer Untersuchung des Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie liegt der Eisengehalt vier bis achtmal niedriger als bei röterem Fleisch etwa von Rind oder Wild.

Andererseits ist ein pures Stück Fleisch immer noch gesünder als Wurst, da in die Pelle meist weiteres Fett, Salz und Nitritpökelsalz kommen, die das Risiko für verschiedene Erkrankungen weiter erhöhen.