Erkältungs-Mythen
Von Berit Uhlmann

Viele Mütter packen ihre Kinder im gesamten Winterhalbjahr nahezu luftdicht ein oder lassen sie gleich gar nicht ins Freie, damit sie sich bloß nicht erkälten. Natürlich sollten Kinder nicht frieren, aber die Mühe, durch recht viele Halstücher, Schals, Mützen und Kapuzen oder gar Stubenarrest eine Erkältung abzuwenden, ist vergeblich. Kälte beeinflusst die Entstehung einer Erkältung nicht, das haben experimentelle Untersuchungen gezeigt.

Eine Erkältung wird eher durch das Gegenteil begünstigt: die Furcht vor der Kälte. Wenn sich Menschen in der kalten Jahreszeit in überheizten, schlecht gelüfteten Räumen zusammendrängen, werden sie eher krank: Denn unter diesen Bedingungen können sich Viren sehr gut verbreiten.

Seinen Ursprung hat dieser Mythos möglicherweise im Wort "Erkältung". Doch die Anspielung auf die Kälte rührt wohl daher, dass Erkrankte oft frösteln.

Mehr dazu, wie sie sich vor einer Erkältung schützen können, erfahren Sie in diesem Überblick.

Bild: DPA

16. Oktober 2012, 11:56 2012-10-16 11:56:23  © Süddeutsche.de/beu

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