Finanzen kompakt Die Krux mit dem Alter

Geringverdiener stecken nur wenig Geld in die betriebliche Altersvorsorge, die EU genehmigt Rettungsbeihilfen für irische Banken und Moody's überlegt, Portugal herabzustufen - das Wichtigste in Kürze.

Beschäftigte aus Branchen mit hohen Löhnen legen deutlich mehr Geld bei der betrieblichen Altersvorsorge zurück als Geringverdiener. Im Durchschnitt hätten Arbeitnehmer in Deutschland 2008 rund 0,7 Prozent ihrer Bruttoverdienste in die Vorsorge über das eigene Unternehmen gesteckt, teilte das Statistische Bundesamt mit. Dies entspreche 273 Euro der Jahreseinkünfte pro Arbeitnehmer und einem Gesamtvolumen von rund sieben Milliarden Euro.

Gutverdiener sorgen wesentlich besser fürs Alter vor als Geringverdiener.

(Foto: dpa)

Mitarbeiter der Finanzwirtschaft zahlten durchschnittlich 889 Euro oder 1,6 Prozent ihres Bruttoverdienstes über ihren Betrieb in Altersvorsorge ein, wie die Statistiker mitteilten. In keiner anderen Branche hätten Arbeitnehmer so viel zurückgelegt. Am wenigsten hätten die Beschäftigte der Zeitarbeitsbranche mit 29 Euro oder 0,1 Prozent ihres Jahreseinkommens auf die hohe Kante gelegt, sowie Mitarbeiter von Wach- und Sicherheitsdiensten mit 0,2 Prozent des Jahreslohns oder 45 Euro.

Die Größe von Unternehmen - gemessen an der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer - sei für die Höhe der Rücklage nicht ausschlaggebend gewesen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Bei der betrieblichen Altersvorsorge verzichten Beschäftigte freiwillig auf einen Teil ihres Verdienstes. Dieses Geld wird ihnen dann vom Arbeitgeber im Alter als Betriebsrente ausgezahlt. Die betriebliche Altersvorsorge wird staatlich gefördert, um deren Ausbau voranzubringen.