Trotz Übernahme durch Microsoft Nokia baut Android-Handy

Ausgerechnet Android: Microsoft akzeptiert ein Handy mit dem Betriebssystem des großen Konkurrenten Google. Denn das eigene Windows läuft nicht auf den Billig-Geräten des Neueinkaufs Nokia.

Kompatibilitätsprobleme kommen in den besten Ehen vor. Auch im Fall von Nokia und Microsoft. Nokia hatte im Sommer 2013 beschlossen, das krisengeschüttelte Handy-Geschäft an Microsoft zu verkaufen. Der US-Softwareriese legte dafür 5,4 Milliarden Euro auf den Tisch.

Doch sein mobiles Betriebssystem Windows Phone läuft nicht auf den Billig-Telefonen, mit denen Nokia Marktanteile in Schwellenländern zurückerobern will. Deshalb bringt Nokia nun ein Handy heraus, das mit Android läuft - dem mobilen Betriebssystem des Microsoft-Konkurrenten Google. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf Insider. Weder Microsoft noch Nokia kommentieren das.

Das besagte Android-Telefon war dem Bericht zufolge allerdings bereits in der Entwicklung, als Microsoft mit der Übernahme Nokias begann. Es soll in einigen Tagen auf dem Mobile World Congress in Barcelona vorgestellt werden.

Allerdings soll Google Berichten zufolge möglichst wenig vom neuen Handy profitieren: Das Herunterladen von Apps aus dem Google Play Store und andere von Google entwickelte Dienste sollen blockiert werden.

Nokia war einst mit dem eigenen Betriebssystem Symbian zum Beispiel in Indien erfolgreich. Doch mit der Zeit überholte die Konkurrenz Symbian, vor allem Android. Nokia hat Symbian längst eingestellt, da der Programmcode zu "fragil" geworden sei.

Auf 79 Prozent aller Smartphones läuft laut den Marktforschern von Strategy Analytics derzeit Android. An zweiter Stelle folgen Apples iPhones mit 15 Prozent. Microsofts Betriebssystem Windows Phone findet sich auf dagegen auf gerade einmal vier Prozent der Geräte.

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