Computer Book One - der Porsche unter den Laptops

Das Porsche Design Book One Laptop/Tablet , vorgestellt auf dem Mobile World Congress 2017

(Foto: Microsoft GmbH)
  • Auf dem Mobile World Congress stellt Porsche Design seinen ersten Computer vor. Das Book One ist ein Laptop, dessen Bildschirm als Tablet abnehmbar ist.
  • Mit 2795 Euro ist es etwa genauso teuer wie ein vergleichbarer Apple-Rechner.
Von Helmut Martin-Jung, Barcelona

Wenn ein Computer ein Porsche wäre, wie müsste er dann aussehen? Am Montagabend wurde diese Frage mit einiger Autorität beantwortet. Am Rande der Mobilfunk-Messe Mobile World Congress in Barcelona stellte Porsche Design das "Book One" vor, einen Laptop mit abnehmbarem Bildschirm, der dann als Tablet dient. Schon seit Langem habe man überlegt, einen Computer zu designen, sagt Roland Heiler, Leiter des Designstudios im österreichischen Zell am See. "Jetzt war der richtige Moment".

Obwohl von dem Gerät keine gewaltigen Stückzahlen abgesetzt werden dürften, fanden sich doch Firmen wie Intel, Microsoft und der weltgrößte Laptopfertiger Quanta bereit, mit Porsche Design zusammenzuarbeiten. Die Unternehmen wollen von der Strahlkraft der Sportwagenmarke auch ein wenig Glanz abbekommen. "Der Name öffnet schon Türen", sagt Heiler.

Drinnen steckt das Beste, was an Bauteilen zu haben ist

Aber was unterscheidet den Porsche unter den Laptops vom Rest des Feldes? Wie man von der bei Porsche gepflegten Tradition erwarten kann, zeigt das Alu-Gehäuse sehr klare Linien, fast ein wenig kantig, trotz abgerundeter Ecken. Der Tastaturteil ist genauso dick wie der Bildschirmteil. Das 360-Grad-Scharnier ragt nicht aus dem Gehäuse, es lässt sich ohne Ruckler bewegen und ist ein kleines mechanisches Meisterstück.

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Im Inneren finden sich eine 512 Gigabyte große SSD-Festplatte von Intel, der jüngste Core-i7-Prozessor von Intel, dazu 16 Gigabyte Hauptspeicher. Der 13,3-Zoll-Bildschirm zeigt 3200 mal 1800 Bildpunkte an und ist damit knackscharf, dazu auch sehr hell. Die eingebaute Kamera erlaubt es, sich per Gesichtserkennung am Computer anzumelden.

Und was kostet nun das Gerät, das seinen Besitzer mit Stolz erfüllen soll, wie Heiler sagt? 2795 Euro - ziemlich genauso viel wie der ähnlich ausgestattete 13-Zöller von Apple. Der hat dann aber weder einen berührungsempfindlichen Bildschirm, noch ist er abnehmbar. Und von Porsche ist er auch nicht.

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