Obwohl ihn Shootingstar Karl-Theodor zu Guttenberg in der Popularität überflügelt, will Ministerpräsident Seehofer an der Spitze der CSU bleiben - und im Herbst 2011 erneut kandidieren.
CSU-Chef Horst Seehofer will trotz aller Spekulationen um einen weiteren Aufstieg des beliebten Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) an einer erneuten Kandidatur für den Parteivorsitz im Herbst nächsten Jahres festhalten.
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Er will an der Spitze der CSU bleiben: Parteichef Horst Seehofer. (© dapd)
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Seehofer sagte der Welt am Sonntag auf die Frage, ob er glaube, dass seine Wahl glatt durchgehen werde: "Wer etwas anderes möchte, soll kandidieren. Das ist ein relativ einfacher Vorgang."
Seehofer lehnte es zugleich ab, sich über einen möglichen Antritt von Guttenberg zu äußern: "An solchen Unterhaltungsspielen nehme ich nicht teil." Der CSU-Chef betonte, im Moment fühle er sich gesundheitlich so, dass er sich eine erneute Kandidatur zutraue. Er fügte hinzu: "Die Ergebnisse meiner Politik stimmen. Darauf kommt es letztlich an. Wenn alles so bleibt, werde ich wieder kandidieren."
Der 61-Jährige ließ allerdings offen, ob er sich auch bei der bayerischen Landtagswahl 2013 erneut um das Amt des Ministerpräsidenten bewerben wird. Er sagte: "Das ist zu weit weg. Niemand kann absehen, was dann sein wird." Der CSU-Chef mahnte zugleich: "Man sollte sich von Umfragen nicht närrisch machen lassen - das gilt für alle Parteien."
Alle Wahlen der letzten Jahre seien bekanntlich erst kurz vor dem Wahltag "auf der Zielgeraden" entschieden worden. Die CSU wisse zudem, "dass mit ständiger öffentlicher Selbstbeschäftigung die Zukunft nicht zu gewinnen ist".
Mahnung an die FDP
Seehofer versicherte mit Blick auf das Umfragetief der FDP: "Ich wünsche mir einen starken Koalitionspartner, weil das die Erledigung der Aufgaben einfacher macht." Man habe "in der FDP zu lange andere, vor allem die CSU, für die eigenen Fehler verantwortlich gemacht".
Der CSU-Chef fügte hinzu: "Es ist aber offenkundig, dass die FDP sich selbst Probleme schafft. Das zu lösen liegt an ihr." Seine Partei tue "alles, um die Koalitionen in Berlin und München zu stabilisieren". Dies wisse FDP-Chef Guido Westerwelle auch.
In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dapd sagte Seehofer, insgesamt sei 2010 für die schwarz-gelben Koalitionen in Berlin und München "ein gutes Jahr" gewesen. Und er habe "allen Anlass zur Zuversicht, dass 2011 noch besser wird".
FPD-Landeschef Zeil gibt sich zufrieden
Bayerns Wirtschaftsminister und Vize-Ministerpräsident Martin Zeil (FDP) betonte, das Regierungsbündnis im Freistaat habe sich "als handlungsfähig erwiesen". Er fügte hinzu: "Natürlich gibt es nichts, was nicht noch besser werden kann." So gebe es in der CSU "immer wieder Ansätze, in das alte Denken einer absoluten Mehrheit zurückzufallen".
Zeil räumte jedoch ein: "Und bei meiner eigenen Partei gibt es sicherlich auch mal den einen oder anderen alten Reflex aus Oppositionszeiten. Das muss man objektiv und selbstkritisch sehen." Aber insgesamt sei diese Regierung "sehr erfolgreich". Als Beispiel nannte Zeil den Doppelhaushalt 2011/2012 mit dem Investitionsprogramm "Aufbruch Bayern".
Damit sei ein "Signal für ganz Deutschland" gesetzt worden. Der Freistaat stelle erneut einen Haushalt ohne Neuverschuldung auf - und dennoch werde zugleich investiert sowie gespart. Zudem trage das Investitionsprogramm "deutlich die Handschrift der FDP". Zeil fügte hinzu, seine Partei könne sich "in ihrer Rolle als Motor und Korrektiv mit ihren Arbeitsergebnissen sehr gut sehen lassen".
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(dapd-bay/mati/gba)
Die neueste Antwort
Und sie klopfen sich alle selbstzufrieden auf die Schultern und betonen was sie doch alle für olle Kerle sind. Das ist wie Weihnachten und Ostern auf einmal. Ob ihr gut gearbeitet habt stellen andere fest und nicht ihr. Überschätzt euch nicht selbst, das geht in die Hose.
Soso, werter Herr Ministerpräsident; die Ergebnisse "ihrer" Politik stimmen also?
War da nciht was von wegen maroder Schulen, von Staatsdienern, die nicht mehr Geld bekommen (weil der Staat sich bei der Bayern-LB verhoben hat), von wegen Kindergärten in ruinösem Zustand, Kommunen am Rande des Ruins?
War da nicht was mit überfüllten Hörsälen, mit Hü-Hott-Hotte?
Kennt jemand einen CSU-Politiker, außer den Krawallos Dobrinth, Söder und Haderflex?
Mal ganz unter uns, Horsti: Haste was geraucht zu Weihnachten?
A bisserl zfui Punsch erwischt?
Na? Dann kann das nur noch ein Rest von Weihnachtseuphorie sein.
Nach Blamagen, wie z. B. dem Scheitern am Vorlesen einer Zahl, neigen CSUler im Angesicht des Krepieren am Transparentwerden zu Selbstbeweihräucherung der Marke "Heuchelei, Lüge und Täuschung". Bei Seehofer, der aus den eigenen Reihen als Hallodri bezeichnet wird, ist es wie bei Stoiber. Läuft etwas vermeintlich gut, ist er dafür verantwortlich. Läuft etwas schlecht, sind es andere gewesen und er hat mit der Sache nicht im Geringsten etwas zu tun.
Man sollte ihn erst garnicht mehr fragen, ob er nochmals zur Wahl antreten will, denn er hat auch sein Versprechen, im Falle eines schlechteren Abschneidens als Beckstein/Huber zurückzutreten, nicht eingehalten. Um sein Versprechen nicht einzuhalten, hat er nach der Schlappe für seine CSU bei der Bundestagswahl 2009 zunächst einmal eine Wahlanalyse über Monate vor sich hergeschoben, um Ausreden zu erfinden. Danach wollte er von %-Zahlen nichts mehr wissen, obwohl er selbst noch die Meßlatte für Beckstein und Huber bei der Landtagswahl 2008 auf intrigante 52 % legte. Seehofer hat keinerlei Weitsicht So bezeichnete er Beckstein und Huber hinter vorgehaltener Hand auch als "Pygmäen", über ihn selbst darf aber niemand sagen, dass er ein Unberechenbarer mit begrenztem Horizont ist, obwohl das für ihn immer noch ein Lob ist.
Man stelle sich vor, Seehofer würde seinen Auftritt bei Sternstunden kommentieren, so als ob ein anderer an seiner Stelle versagt hätte. Vermutlich würde er sagen:
"Dieser Horst ist Lichtjahre vom Verstehen des Dezimalsystems entfernt."
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Eigenlob stinkt sagt man und es stinkt besonders bei diesen Behauptungen!Wenn man keine Position oder alle hat,dann hat man auch immer recht!Aber was ist das denn für eine Politik?
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