Neues Angebot von Ford und Bahn Ford steigt ins Teilauto-Geschäft ein

Ford2go: Auch Ford bietet nun einen Carsharing-Service. Der Autobauer kooperiert dabei mit der Deutschen Bahn. Die Kunden sollen Autos bei Händlern und Werkstätten in ganz Deutschland abholen können. Doch das Konzept hat einen Haken.

Der Autohersteller Ford und die Deutsche Bahn starten in diesem Jahr das nach eigenen Angaben erste deutschlandweite Angebot für Carsharing. Kunden könnten künftig Autos zur Kurzzeitmiete bei Ford-Händlern und Werkstätten in ganz Deutschland ausleihen, teilten die Unternehmen in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Das Angebot werde im April bei ausgewählten Händlern starten und über das Jahr Schritt für Schritt flächendeckend eingeführt. Ford will seine Flotte bis Jahresende auf 500 Fahrzeuge ausbauen, knapp 50 Händler und Werkstätten sollen für deren Ausleihe zur Verfügung stehen. Händlern wie Werkstätten stehe die Teilnahme an dem "Ford2Go" genannten Carsharing-Angebot offen.

Steil nach oben: die Entwicklung des Carsharing seit 1997.

(Foto: Grafik SZ)

Autos müssen immer zurück zur Ausleihstation

Der Haken: Im Gegensatz zu anderen Diensten müssen die Fahrzeuge immer wieder dort abgestellt werden, wo sie ausgeliehen wurden. Das schränkt die Flexibilität des Angebts deutlich ein.

Für die Ausleihe von Autos solle ein internetgestütztes Buchungssystem entwickelt werden, teilten Ford und Deutsche Bahn mit. Vorgesehen seien zudem Apps für Geräte wie Smartphones oder Tabletcomputer, mit denen Kunden Autos buchen könnten. Kunden von "Ford2Go" könnten künftig auch Autos des bestehenden Carsharing-Dienstes "Flinkster" der Deutschen Bahn nutzen.

An "Flinkster" sollen sich auch die Preise des Projekts orientieren. Dort ist ein Ford Ka beispielsweise momentan für 1,50 Euro pro Stunde buchbar. Dazu kommt eine Kilometerpauschale von 18 Cent. Die Kunden müssen zudem einmalig eine Kundenkarte erwerben, die wiederum 49 Euro kostet.

Die Konkurrenz ist groß

Carsharing Hast du keinen, ruf dir einen

Ford und die Deutsche Bahn haben mit ihrem Carsharing-Angebot große Konkurrenz. BMW betreibt in einzelnen Großstädten ein System namens Drive Now mit Autos von BMW selbst und der Marke Mini. Daimler hat ein ähnliches Angebot mit Autos seiner Kleinwagen-Tochter smart.

Carsharing ist für Autohersteller vor allem deshalb interessant geworden, weil Autos Studien zufolge für junge Menschen an Bedeutung als Statussymbol einbüßen - worunter die Kaufneigung leiden kann.