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Psychologie:Alles halb so wild

Statt darüber nachzudenken, was alles gut laufen könnte, durchdenken Menschen lieber potenzielle Katastrophen,Illustration: Stefan Dimitrov/SZ

Fliegen ist gefährlich, der Ex ein Idiot und die Welt geht eh vor die Hunde? Weil die Psyche heftiger auf schlechte Nachrichten reagiert als auf gute, malen wir uns die Gegenwart düsterer, als sie ist.

Das entwürdigende Prozedere während des Security-Checks am Flughafen lässt Zweifel aufkeimen. Die Tasche fährt durch den Scanner, das Sicherheitspersonal tastet Passagiere ab und schnauzt Reisende an, die immer noch Flüssigkeiten im Handgepäck transportieren wollen. Das Flugzeug sei das sicherste Verkehrsmittel überhaupt, heißt es regelmäßig, doch alleine das Getue beim Check-in löst gegenteilige Assoziationen aus. Da kreisen die Gedanken automatisch um Attentate, um Sprengmittel, um Unglücke. Unwillkürlich melden sich Erinnerungen an Flugzeugabstürze, über die in den Medien mit großem Entsetzen berichtet wurde: Maschinen, die über dem Ozean verschwinden, von Raketen vom Himmel geholt werden oder durch Pilotenfehler zerschellen. Meine Güte, ist es wirklich eine gute Idee, in den Flieger zu steigen?

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