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Forschung - Halle (Saale):Ministerpräsident will Cyberagentur in Halle halten

Deutschland
Der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt Reiner Haseloff spricht vor der Interims-Diensstelle der Cyberagentur des Bundesinnen- und Verteidigungsministeriums. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa (Foto: dpa)

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Halle (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) will die neu gegründete Cyberagentur des Bundes in Halle halten. "Wir gehen davon aus, dass wir hier die Expansion finden und wollen dass sie hier bleibt", sagte Haseloff bei einem Besuch der Bundesbehörde am Montag. Aktuell arbeiteten etwa 25 Menschen am Ende 2020 eröffneten Standort in Halle. Bis Ende des Jahres soll die Bundeseinrichtung auf 100 Mitarbeiter anwachsen.

Bereits jetzt sei man an der Kapazitätsgrenze der zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten angelangt, sagte Christoph Igel, Forschungsdirektor der Bundeseinrichtung. Deshalb werde in der Region eine sogenannte "Interimsliegenschaft" als Zwischenlösung gesucht. Die Idee, die Behörde am Flughafen Halle/Leipzig unterzubringen, sei somit langfristig noch nicht vom Tisch. Wann der nächste Standort bezogen werden soll, ließ Igeln offen.

Der Standort in Halle nutze die Synergien, die sich durch die Metropolregion Halle-Leipzig ergäben, bekräftigte Ministerpräsident Haseloff. Vom Standort erhoffe er sich "Impulse für Mitteldeutschland, Sachsen-Anhalt bis in den Forschungsbereich, den Wirtschaftsbereich und den Gründungbereich hinein". Die Behörde könne womöglich ein Argument bei der Ansiedlung neuer Soft- und Hardwareproduzenten sein.

Die Cyberagentur befindet sich noch im Aufbau. In der Einrichtung sollen später IT-Spezialisten unter anderem zu Sicherheitsfragen bei der Bundeswehr und bei der Polizei forschen. Konkret geht es um Künstliche Intelligenz, Quantentechnologie und aktive Cyberabwehr. Die Behörde beschäftigt die Frage nach Datensicherheit und ob Softwareanwendungen Hintertüren enthielten, durch die etwas "getan wird, was wir nicht wollen", sagte Forschungsdirektor Igel.

© dpa-infocom, dpa:210329-99-13018/2

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