Ebola und Flughunde:Das Monster aus dem Urwald

Ebola und Flughunde

Virusforscher Vincent Munster untersucht im Urwald im Kongo einen Hammerkopf-Flughund. Er hofft, in diesen Tieren das Ebolavirus zu finden.

(Foto: Kupferschmidt)

Im Dschungel des Kongo verfolgen Virologen einen der gefährlichsten Krankheitserreger der Neuzeit - und haben einen Verdächtigen: Auf der Jagd nach dem Hammerkopf-Flughund, der das Ebola-Virus tragen könnte.

Von Kai Kupferschmidt

Es ist Neumond und im Urwald ist es finster wie in der Tiefsee. Vier Männer sitzen auf Plastikstühlen und warten. Die Nacht ist heiß, doch sie tragen langärmelige Kleidung, Handschuhe und Atemmasken. Irgendwo über ihren Köpfen hängt ein riesiges Netz in der Dunkelheit zwischen den Bäumen. Die Männer lauern auf ihre Beute wie Fischer. Sie lauschen auf ein kurzes, heiseres Bellen, auf die Rufe der Hammerkopf-Flughunde. Auf diese Tiere haben sie es abgesehen. Nacht für Nacht versammeln sich Dutzende Hammerköpfe in diesem Waldstück im Norden der Republik Kongo. Mit einer Flügelspannweite von bis zu einem Meter sind es die größten Fledertiere Afrikas. Und sie könnten die Lösung für ein düsteres Rätsel der Virusforschung liefern: Wo versteckt sich der tödliche Ebola-Erreger?

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