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Deutsche Wälder:Ist der Wald noch zu retten?

Rotbuchenwald Fagus sylvatica mit Totholz blühender Bärlauch Allium ursinum Nationalpark Haini

Rotbuchenwald im Thüringer Nationalpark Hainich.

(Foto: imago/imagebroker)

Nur 4,4 Prozent der deutschen Wälder sind naturnah und dürfen älter als 140 Jahre werden - zu diesem Schluss kommt eine neue Studie. Der Schaden für die Artenvielfalt und das Netzwerk von Bäumen und Pilzen ist immens.

Von Tim Schröder

Die Deutschen haben ein besonderes Verhältnis zum Wald. Sie rezitieren Waldgedichte. Sie besingen ihn in Volksliedern. Der Wald ist Teil der Kultur. Wobei es den Wald gar nicht gibt. Vielmehr finden sich in Deutschland etliche unterschiedliche Typen von Wäldern: Auwälder, die in Flussniederungen wachsen, Buchenwälder im norddeutschen Flachland oder Fichtenwälder im Gebirge. Und der Mensch hat ganz verschiedene Vorstellungen davon, welchen Zweck der Wald erfüllen soll. Je nach Perspektive ist der Wald Erholungsort, Holzproduktionsstätte oder schützenswerter Lebensraum. Zum "Tag des Baumes" an diesem Dienstag hat die Naturwald Akademie, ein Forschungsinstitut aus Lübeck, nun eine Studie veröffentlicht, wonach es in Deutschland kaum noch naturnahe, alte Waldgebiete gibt.

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