Coronavirus und andere Zoonosen:Wie Umweltzerstörung neue Epidemien begünstigt

Lesezeit: 4 min

KINA - Nacht der flatternden Flieger

Forscher der Universität Warschau warnten schon 2018 vor dem Aufkommen eines neuartigen Coronavirus durch verstärkten Kontakt mit Fledermäusen.

(Foto: Patrick Pleul/dpa)

Sars-CoV-2 stammt vermutlich von einem Tier. Allein in Fledermäusen und Flughunden existieren mehr als 3000 Coronaviren. Ist ihr Lebensraum zerstört, rücken sie näher an den Menschen - und eine Übertragung wird wahrscheinlicher.

Von Christoph von Eichhorn

Dichter Rauch hing im Herbst des Jahres 1997 über Indonesien. Brände vernichteten innerhalb von drei Monaten fünf Millionen Hektar Wald, die Rauchschwaden zogen bis in den Dschungel Malaysias. Dort fanden Flughunde kaum noch Nahrung - die Obstbäume, von deren Früchten sich die Tiere ernähren, blühten inmitten des Smogs kaum noch. Der Hunger trieb die Fledertiere raus aus dem Urwald, näher zum Menschen. Fündig wurden sie rund um Schweinemastbetriebe, wo tropische Rambutan- und Durianbäume wuchsen. Angefressene Früchte ließen die Fledertiere in die Schweineställe fallen. Und damit auch das Nipah-Virus in ihrem Speichel.

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