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Fotowettbewerb:Außerirdische Perspektiven

Mysteriöse Galaxien, anmutige Planeten, das Leuchten des Polarlichts: Der Astronomie-Fotowettbewerb des Royal Observatory Greenwich ist der größte seiner Art. Jährlich zeichnet er die eindrucksvollsten Aufnahmen des Sternenhimmels aus. Eine Auswahl.

Von Sebastian Kirschner

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Faktor Mensch

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Quelle: Brad Goldpaint

Andromeda zur Linken, die Milchstraße zur Rechten: Einsam steht Fotograf Brad Goldpaint links im Bild, während der Mond die Hügellandschaft von Moab in Utah (USA) in einzigartiges Licht taucht. Das ist das Gesamtsiegerfoto des diesjährigen Wettbewerbs der britischen Sternwarte Royal Observatory Greenwich.

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Tiefenwirkung

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Quelle: Mario Cogo

Für das außergewöhnliche Bild des sogenannten Corona-Australis-Staubkomplexes belichtete Mario Cogo die Aufnahme sechs Stunden lang unter Namibias Himmel. Seine Wirkung zieht das Siegerbild der Kategorie "Sterne und Nebel" aus den unterschiedlichen Entfernungen: Gegenüber dem 30 000 Lichtjahre entfernten Kugelsternhaufen im Hintergrund ist der Staubkomplex mit 500 Lichtjahren vergleichsweise nah.

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Anmut der Venus

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Quelle: Martin Lewis

Nein, es ist kein Bild einer schlichten Mondsichel, das Fotograf Martin Lewis zum Wettbewerb eingereicht hat. Im März 2017 gelang ihm in Hertfordshire (Großbritannien) diese besondere Aufnahme der Venus, kurz vor Sonnenuntergang auf dem 38 Millionen Kilometer von der Erde entfernten Planeten - und bescherte ihm den ersten Preis in der Kategorie "Planeten, Kometen und Asteroiden"

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Ein neuer Blick auf den Mond

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Quelle: Jordi Delpeix Borrell

Das menschliche Auge kann leichter dunkle Details auf hellem Hintergrund erkennen als umgekeht. Das hat sich der Fotograf bei der Negativ-Aufnahme des Monds zunutze gemacht, die in der Rubrik "Unser Mond" gewann. So werden auch kontrastarme Bilddetails, wie die Tiefebenen des Monds, Mare Tranquilitatis und Mare Serenitatis, in neues Licht getaucht.

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Hypnotische Korona

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Quelle: Nicolas Lefaudeux

Die Sonnenkorona während der totalen Sonnenfinsternis in ihrem ganzen Ausmaß, aufgenommen im August 2017 in Oregon (USA). Fotograf Nicolas Lefaudeux hat die für die Kategorie "Unsere Sonne" prämierte Aufnahme in mehr als 120 Einzelbildern aufgezeichnet.

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Mysteriöse Galaxie

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Quelle: Steven Mohr

Was hier fast zum Greifen nah scheint, ist tatsächlich etwa 26 Millionen Lichtjahre entfernt. Steven Mohr hat die Spiralgalaxie NGC 3521 von Carrapooee (Australien) aus aufgenommen. Hinter dem beeindruckenden Farbspiel des "Galaxien"-Gewinners verbergen sich über 20 Stunden Belichtungszeit und diverse Farbfilter.

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Der galaktische Vorhang fällt

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Quelle: Tianhong Li

Letzte Gelegenheit genutzt: Der silberne Streif der Milchstraße 2017, bevor er am Horizont von Ming'antu (China) versinkt. Das Bild hat der Fotograf aus insgesamt 20 Einzelaufnahmen zusammengesetzt - und brachte ihm die Auszeichnung als bester Newcomer des Jahres ein.

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Auf dem Polarlicht-Highway

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Quelle: Nicolas Lefaudeux

Auch in der Kategorie "Aurorae" überzeugte Nicolas Lefaudeux die Juroren. Ein verschwommener Polarlichstreif bewegt sich gemächlich über den Himmel von Sirkka (Finnland). Schwache Bänder scheinen von einem Fluchtpunkt aus zu strahlen - wie eine Straße, die hinter dem Horizont verschwindet. Die Ansicht bestand dem Fotograf zufolge weniger als eine Minute.

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Ein großartiger Herbstmorgen

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Quelle: Fabian Dalpiaz

An einem frühen Herbstmorgen - noch vor einer Schulprüfung - beschloss der 15-jährige Fabian Dalpiaz, hinauszugehen und ein paar Bilder zu machen. Seine Aufnahme eines Meteors über den Dolomiten kürte ihn zum "Young Astronomy Photographer" des Jahres.

© SZ.de/sek/leja
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